Man sagt, Zeus habe sie aus Wut auf seine missratene Götterbrut ins Meer gestreut – die Kykladen. Um Zeus zu versöhnen, formten Apollo und Co. lauter kleine Schmuckstücke aus den Inseln. Die Inseln Griechenlands – ein Geschenk der Götter. Bislang gibt es keine Veranstalter, die Pauschalreisen nach Milos anbieten. Und das ist auch gut so.
Die Insel ist eher etwas für Individualisten und gefällt längst nicht jedem, weil sie auch ihre Schattenseiten hat. Eine der Besonderheiten von Milos ist die Vielzahl völlig unterschiedlicher Strände. Heiße Quellen, Felsen in allen Farben, feiner Sand und vulkanisches Gestein - es gibt fast alles. Man braucht einige Zeit, um die wesentlichen Strände zu erkunden. Wer die griechische Sonne mag, ist in Milos genau richtig.
In den Sommermonaten Juli und August ist die Sonne im innergriechischen Vergleich hier am intensivsten - aus dermatologischer Sicht ist das vielleicht kein Prädikat. Aber wenn man als Mitteleuropäer etwas blass um die Nase ist und sich nach mediterraner Sonne sehnt, ist es schon interessant.
Milos ist seit dem Neolithischem Alter (7000 – 2800 v. Chr.) bewohnt. Durch die Existenz von hartem, schwarzem, vulkanischem Material von gläserner Erscheinung, bekannt als Obsidian (Glasachat) entwickelte sich Milo sehr viel schneller als die Nachbarinseln. Die Miloaner waren Spezialisten, um dieses Material zu bearbeiten, benutzten es, um Werkzeuge und Waffen zu produzieren; da Obsidian-Werkzeuge in Kreta, Zypern, auf dem Peloponnes und auch in Ägypten gefunden wurden, wird angenommen, dass die Miloaner einen blühenden Exporthandel betrieben.
Die westlichen Kykladen verlängern wie eine Gebirgskette die Festlandshalbinsel Attika. Die betagte „Milos Express“ hält eine Verbindung zu den Inseln. Die Fahrt nach Milos, vorbei an den wunderbaren Inseln der Kykladen, dauert etwa 4-5 Stunden. Man sollte allerdings keine Eile haben. Auf die alten Fähren ist kein Verlass. Heftige Stürme in der Agäis und Pannen bringen sehr oft die Fahrpläne durcheinander. Für die Einheimischen beginnt im Winter die harte Zeit, weil die Reedereien die Verbindungen nur einmal wöchentlich aufrecht erhalten.
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