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02.05.08 08:57

Hautschutz im Sommer - Der vorsichtige Flirt mit der Sonne

Sonne sorgt für gute Laune – doch ihre Strahlen sind aggressiv. Deshalb braucht die Haut den richtigen Schutz. Wir beantworten die wichtigsten Fragen rund um Sommer, Sonne und schöne Haut.


Sonnenstrahlen können die Haut schädigen, sie sind unter anderem für Sonnenbrand, vorzeitige Hautalterung, Hautirritationen und Hautkrebs verantwortlich. Experten raten deshalb immer wieder, die Sonne maßvoll und mit Vernunft zu genießen. Wie gelingt es, mit der Sonne zu flirten, ohne Verbrennungen zu riskieren? Wir geben Antwort auf häufig gestellte Leserfragen.


 


Welche Strahlen der Sonne sind überhaupt gefährlich?


Für unsere Haut sind sowohl UVB- als auch UVA-Strahlen gefährlich. Letztere sind am langwelligsten und dringen bis in die Lederhaut ein – dort können sie das Bindegewebe schädigen, so dass die Haut trocken und faltig wird. Während diese lichtbedingte vorzeitige Hautalterung, polymorphe Lichtdermatosen und Mallorca Akne auf das Konto der UVA-Strahlen gehen, können UVB-Strahlen zu Sonnenbrand und langfristigen Hautschäden, schlimmstenfalls Krebs, führen. Die Haut muss also vor beiden Strahlenarten geschützt werden – der Grund, warum moderne Sonnenschutzmittel sowohl UVA- als auch UVB-Filter enthalten.


Gibt es allgemeingültige Regeln zum vernünftigen Sonnenbaden?


Grundsätzlich sollten wir die Sonne nur maßvoll genießen, uns überwiegend im Schatten aufhalten und die pralle Mittagssonne auf jeden Fall meiden. Den besten Schutz vor Sonnenstrahlen bieten Kopfbedeckung, sonnendichte Kleidung und Sonnenbrille. Unverzichtbar für Sonnenanbeter: hochwertige Sonnenschutzcremes!


Vor welchen Schäden schützen Sonnencremes?


Sonnencremes mit hohen Lichtschutzfaktoren bieten zuverlässigen Schutz gegen Sonnenbrand, der auch die Entstehung von Hautkrebs begünstigt. Deshalb die Haut vor jedem Sonnenbad gut eincremen! Das ist aber kein Freibrief, um sich stundenlang sorglos in die Sonne zu aalen. Denn Sonnenschutzmittel können keinen absoluten Schutz vor Hautkrebs bieten.


Welcher Lichtschutzfaktor ist optimal?


Das hängt vor allem vom Hauttyp (siehe Kasten) ab. Hellhäutige Menschen brauchen grundsätzlich einen wesentlich höheren Lichtschutzfaktor (LSF), als sonnenunempfindliche Zeitgenossen. Die Zahl des LSF bezieht sich auf den UVB-Schutz und gibt an, um wie viel mal länger man vor einer Rötung geschützt ist als ohne Sonnencreme. Eine Sonnenschutzcreme mit LSF zehn verlängert die Eigenschutzzeit der Haut unter optimalen Bedingungen also zehnmal. Die maximale Besonnungszeit sollte aber nicht ausgereizt werden. Manche Experten raten sogar, den auf der Packung angegebenen LSF vorsichtshalber zu halbieren, um nicht zu lange in der Sonne zu bleiben. Und: Die Sonnencreme verlängert den Schutz immer nur einmalig.  


Milch, Creme oder Gel – welche Rolle spielt die Textur?


Welches Präparat hier optimal ist, hängt von Zustand und Beschaffenheit der Haut ab. Für normale Haut sind beispielsweise Sonnenmilch oder -lotion gut geeignet, für die trockene Haut bietet sich eine reichhaltigere Sonnencreme an. Zu emulgatorfreiem Sonnengel sollten unter anderem Menschen mit Mallorca-Akne greifen. Am besten lassen Sie sich in der Apotheke über die typgerechte Anwendungsform beraten.


Was ist beim Auftragen des Sonnenschutzmittels zu beachten?


Viele Sonnenschutzmittel enthalten chemische Filter, die eine gewisse Einwirkzeit benötigen. Sie müssen etwa 30 Minuten vor dem Sonnenbad auf die Haut aufgetragen werden. Anders die Produkte mit physikalischen Filtern, die aus mikrofeinen Pigmenten bestehen. Sie schützen sofort nach dem Auftragen. Wichtig ist es grundsätzlich, die Sonnencreme ausreichend dick aufzutragen. Untersuchungen haben gezeigt, dass viele Sonnenfans gerade mal die Hälfte der Menge nehmen, die zum Schutz des Körpers erforderlich wäre. Deshalb gilt: Lieber zu dick als zu dünn schmieren. Ebenfalls wichtig: Nach dem Baden, Wassersport oder starkem Schwitzen muss nachgecremt werden – aber Achtung: Die Schutzzeit lässt sich dadurch nicht endlos verlängern.


Wie sollten Kinder  vor Sonnenstrahlen geschützt werden? 


Im ersten Lebensjahr dürfen die Kleinsten gar keiner direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden. Bei Kleinkindern sollten Eltern darauf achten, dass sie sich nur kurz in der Sonne aufhalten. „Der beste Sonnenschutz ist Kleidung, die Oberkörper, Arme und Beine bedeckt“, rät Dr. Katja Matthias, Ärztin beim AOK-Bundesverband. Unverzichtbar ist es, alle unbedeckten Hautstellen gründlich mit Sonnenschutzmittel speziell für Kinder einzucremen. Hochwertige Cremes und Lotionen für Kids aus der Apotheke sind wasserfest, gut verträglich, hypoallergen und mit hohem UV-Schutz ausgestattet. Nach längerem Plantschen im Wasser sollten die Kinder vorsichtshalber neu eingecremt werden. 


Was braucht die Haut nach dem Sonnenbad?


Zunächst einmal ganz viel Zeit, um sich von den Sonnenstrapazen zu erholen. Regelmäßige sonnnenfreie Tage helfen der Haut, die durch UVA- und UVB-Licht eventuell entstandenen Schäden ein Stück weit zu reparieren. Um die sonnenstrapazierte Haut zu kühlen und mit Feuchtigkeit zu verwöhnen, haben sich spezielle After-Sun-Produkte mit hohem Feuchtigkeitsgehalt und reizlindernden Substanzen bewährt. Wer zu Mallorca-Akne neigt, sollte emulgatorfreie Après-Pflege bevorzugen.


 





Reine Typsache: Wer ist wie lange vor der Sonne geschützt?

 


Hauttyp 1


Merkmale: sehr helle Haut, oft Sommersprossen, rötliche oder hellblonde Haare, bekommt sofort Sonnenbrand


Eigenschutzzeit: 5 bis 10 Minuten                                               


Sonnentipps: am besten nur im Schatten aufhalten, sehr hohen LSF auswählen


 


Hauttyp 2 


Merkmale: helle Haut, blonde Haare, geringe Bräunung, bekommt schnell Sonnenbrand


Eigenschutzzeit: 10 bis 20 Minuten


Sonnentipps: überwiegend im Schatten aufhalten, Mittagssonne unbedingt meiden, hohen LSF verwenden


 


Hauttyp 3


Merkmale: leicht getönte Haut, dunkelblonde oder hellbraune Haare, bräunt schnell und bekommt selten Sonnenbrand


Eigenschutzzeit: 15 bis 25 Minuten


Sonnentipps: zwischen 11 und 15 Uhr im Schatten aufhalten, Sonnenschutzmittel mit mittlerem bis hohem LSF verwenden


 


Hauttyp 4


Merkmale: gebräunte Haut, dunkle Augen, dunkelbraune oder schwarze Haare, bräunt schnell und intensiv, bekommt fast nie Sonnenbrand


Eigenschutzzeit: 20 bis 30 Minuten


Sonnentipps: Sonnenschutzmittel mit mittlerem LSF ist trotz „robuster“ Haut erforderlich.

02.05.08 08:57
Quelle: Ratgeber aus Ihrer Apotheke
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