Jahr für Jahr trifft das schreckliche Ereignis rund 300.000 Bundesbürger: Eine akute Verstopfung der Kranzgefäße führt zum Herzinfarkt. Die Betroffenen spüren plötzlich ein starkes Engegefühl und schwere Schmerzen im Brustkorb oder Oberbauch, sie leiden unter Luftnot und Übelkeit, der kalte Angstschweiß bricht aus. Treten diese Alarmzeichen auf, besteht höchste Lebensgefahr – zwei von drei Patienten sterben an den Folgen des Infarkts.
Bei Männern steigt das Risiko etwa ab dem 40. Lebensjahr, und Frauen sollten spätestens ab ihrem 50. Geburtstag Vorsicht walten lassen. Arteriosklerose ist kein unvermeidlicher Schicksalsschlag: Ein gesunder Lebensstil und gezielte Vorsorgemaßnahmen können das persönliche Infarktrisiko um bis zu 80 Prozent verringern.
Wissen schützt
Nach einer repräsentativen Umfrage, die die Deutsche Herzstiftung beim Meinungsforschungsinstitut Emnid in Auftrag gab, kennen immerhin zwei Drittel aller Erwachsenen den Brustschmerz als Anzeichen eines Herzinfarkts. Weitere Symptome sowie die Tatsache, dass es bei Frauen häufig nur zu Übelkeit und Atemnot kommt, waren jedoch nur wenigen Befragten bekannt. Auch die wichtigsten Risikofaktoren können viele Menschen nicht benennen. Eine konsequente Aufklärung könnte deshalb zahlreiche Herzkrankheiten verhindern, glauben Mediziner.
Wo lauern also die Hauptgefahren? Wie können Sie Ihr persönliches Risiko einschätzen – und was sollten Sie tun, um einem Infarkt vorzubeugen
Verkalkung durch Fett
Bereits fünf Zigaretten pro Tag erhöhen das Infarktrisiko um 40 Prozent. Wer das Rauchen aufgibt, entlastet den Kreislauf ungemein – Herz und Gefäße entspannen sich. Zu viel Cholesterin bedeutet ebenfalls Gefahr: Ungünstige Blutfettwerte beschleunigen die Verkalkung erheblich.
Weitere wichtige Risikofaktoren sind Bluthochdruck, Diabetes, Übergewicht, Stress, wenig Bewegung, eine ungesunde Ernährung mit wenig Obst und Gemüse sowie ein Mangel an Vitaminen und Mineralstoffen.
Mit Obst und Gemüse vorsorgen
Die so genannte INTERHEART-Studie, eine internationale Untersuchung mit mehr als 30.000 Teilnehmern, bestätigte vor kurzem erneut die wesentlichen Gefahrenquellen. Sie zeigte aber auch die wichtigsten Schutzfaktoren: Demnach beugen einem Infarkt besonders effektiv jene Menschen vor, die regelmäßig Obst und Gemüse essen. Denn ganz entscheidend für die Gesundheit der Gefäße ist eine ausreichende Versorgung mit schützenden Vitalstoffen.
So spielt zum Beispiel das Mineral Magnesium eine Schlüsselrolle im Energiestoffwechsel der Herzmuskelzellen. Magnesium stabilisiert außerdem den Puls-Rhythmus, hat blutdrucksenkende Eigenschaften und wirkt der Bildung von gefährlichen Blutpfropfen entgegen, die verengte Gefäße verstopfen könnten.
Vielen fehlt Magnesium
Magnesium ist vor allem in Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten und Nüssen enthalten. Da der durchschnittliche Bundesbürger von diesen Lebensmitteln insgesamt viel zu wenig isst, sind die meisten Menschen hierzulande mit dem wichtigen Mineralstoff unterversorgt. Experten empfehlen daher insbesondere allen Personen mit einem erhöhten Kreislaufrisiko, ihre Ernährung durch Magnesium-Tabletten aus der Apotheke zu ergänzen.
Als besonders günstig für Herz und Arterien gilt ein Präparat, in dem Magnesium mit der natürlichen Orotsäure als Magnesiumorotat kombiniert ist. Denn sie sorgt dafür, dass Magnesium gut in den Körper-, Herz- und Gefäßzellen gebunden wird. So wird belastenden Verlusten an dem herzschützenden Mineralstoff entgegengewirkt und seine Wirksamkeit unterstützt. Zusätzlich verbessert Orotsäure den Energiehaushalt des Herzens und erhöht so dessen Belastbarkeit.
Neben einer regelmäßigen Magnesiumzufuhr kann es sinnvoll sein, auch die gefäßschützenden Vitamine Folsäure, B6 und B12 mit Hilfe eines geeigneten Präparates aus der Apotheke zu ergänzen. Insbesondere Folsäuremangel ist in Deutschland weit verbreitet – ein Defizit kann jedoch den Homocysteinspiegel im Blut in die Höhe treiben. Und zu viel Homocsytein gilt heute als ebenso gefährlich fürs Herz wie das Rauchen oder erhöhte Cholesterinwerte.
