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02.05.08 08:57

Wie Sie Konzentration und Ausdauer auf sanfte Weise steigern

„Ich bin eben nicht mehr so fit wie früher“, entschuldigen sich gerade ältere Menschen gerne, wenn ihnen die Anforderungen des Alltags nicht mehr so leicht von der Hand gehen. Da heißt es dagegen setzen, um Lebenskraft und -qualität wieder zu bessern. Das Dasein bereitet einem dann wieder mehr Vergnügen

Rhodiola rosea
Lentaya
Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland ...“ – wie geht der Text von der schönen Ballade, die einst Theodor Fontane schrieb, bloß weiter? Irene P. gerät ins Grübeln. Und das Lösen von Kreuzworträtseln fällt der 59-jährigen Fachverkäuferin, die eigentlich stets ein gutes Gedächtnis hatte, seit einiger Zeit auch viel schwerer. Ob es an der vielen Arbeit liegt? Die Kollegin ist im Urlaub und der Chef auf einer Schulung. Das bedeutet für Irene P. gleich doppelten Einsatz. Am Abend fühlt sie sich schlapp und ausgebrannt. Am Wochenende erholt sie sich auch nicht richtig. Dabei hatte sie bislang nie Probleme mit Stress. Die Arbeit hat ihr immer viel Spaß bereitet, auch in hektischen Zeiten.

Irene P. ist kein Einzelfall. Doch nichts zu unternehmen, wäre jetzt das Schlimmste. Denn oftmals ist es gar nicht so schwer, Körper und Geist wieder in Schwung zu bringen (vorausgesetzt, dahinter verbirgt sich keine Krankheit).

Sport fördert die Durchblutung

Neben Gedächtnisspielen mögen die grauen Zellen auch eine regelmäßige körperliche Bewegung. Gerade Ausdauersportarten wie Walking oder Radfahren können die Durchblutung – und somit die Sauerstoffversorgung des Gehirns – ankurbeln.


Aber auch eine ausreichende Nachtruhe ist sehr empfehlenswert (Ältere mindestens sechs Stunden, Jüngere zwischen sieben und neun Stunden). Im Schlaf kann sich der Organismus vom anstrengenden Alltag erholen. Dann ist das Gehirn am nächsten Tag wieder voll einsatzbereit.

Rhodiola rosea
Lentaya
Leider trinken wir oftmals nicht genug. Daraus ergibt sich: Das Gehirn erhält nicht mehr genug Flüssigkeit, seine Funktion wird eingeschränkt. Das äußert sich z. B. durch Konzentrationsprobleme. Ratsam: Gesunde sollten am Tag bis zu zwei Liter aufnehmen, vorzugsweise Wasser oder Kräuter- bzw. Früchtetee. Tipp: Auch in Obst und Gemüse ist häufig viel Flüssigkeit drin, z. B. in Melonen, Tomaten und Gurken.

Unterstützung für Körper und Geist

Seit tausenden von Jahren kennen die Nordländer eine Pflanze namens Rhodiola rosea, sie heißt hierzulande auch Rosenwurz. Durch die Einnahme ihrer Wurzeln erhöhten sie schon vor langer Zeit ihre Kraft. Das Hochgebirgsgewächs ist eine so genannte „adaptogene“ Pflanze. Das bedeutet: Sie kann uns in bestimmten Lebenssituationen (z. B. im Büro wartet mehr Arbeit als sonst) sowohl geistig als auch körperlich helfen.


Bei der Lentaya-Anwendungsstudie nahmen 24 gesunde Testpersonen zwischen 50 und 70 Jahren acht Wochen lang täglich eine Kapsel mit wässrigem Extrakt aus Rhodiola rosea ein. Neben Rosenwurz enthielt das Präparat noch Magnesium und Vitamin B1 (beide Stoffe sind wichtig für die Nerven).

Wieder mehr Lebensfreude

Im Verlaufe der Untersuchung sollten die Probanden u. a. verschiedene Reaktionstests absolvieren und Auskunft über die Schlaf-und Lebensqualität geben. Insgesamt ergab die Studie: Durch die tägliche Gabe der Kapseln (z. B. „Lentaya“, Apotheke) können sich das Reaktions- und Konzentrationsvermögen erhöhen. Aber auch die Koordinationsfähigkeit und die Schnelligkeit nehmen zu.


Ein weiteres wichtiges Ergebnis: Die Testteilnehmer schliefen wieder besser und fühlten sich in ihrer Haut sehr viel wohler.

Abstecher in die Geschichte


Rhodiola rosea
Carl von Linné
uDer schwedische Naturwissenschaftler Carl von Linné (1707 bis 1778) taufte die Pflanze auf den Namen „Rhodiola rosea“. Grund: Der Geruch der Pflanze erinnerte ihn an eine Rose.


uSeit rund 33 000 Jahren setzen die Einwohner nördlicher Länder (z. B. Sibirien, Arktis) Rosenwurz als Gemüse und Heilpflanze ein. In einigen Ländern bereitet man aus ihren Blättern, Stängeln oder Wurzeln auch Tee.


uWikinger und Eskimos steigerten mit der Pflanze Kraft und Ausdauer, z. B. für die Jagd. L Seit 1969 wird Rhodiola rosea in Russland in der Medizin genutzt und seit 1985 in Schweden.


 


Die Weitergabe von Informationen


u

Rhodiola rosea
Lentaya
Der Punkt, an dem sich zwei Nervenzellen berühren, ist die so genannte Synapse. Hier erfolgt die Freisetzung chemischer Verbindungen bzw Botenstoffe. Auf diese Weise werden Informationen von Nervenzelle zu Nervenzelle weitergeleitet. Diese Botenstoffe bezeichnen Experten als Neurotransmitter. Experten vermuten, dass Inhaltsstoffe aus Rhodiola rosea den Stoffwechsel einiger Neurotransmitter im Gehirn positiv beeinflussen.



uDiese Neurotransmitter (z. B. Dopamin, Serotonin) bilden die Grundvoraussetzung für die Informastionsverarbeitung und speicherung. Die Ausschüttung der wichtigen Botenstoffe soll durch die Heilpflanze zusätzlich gefördert werden. Somit verbessert sich die Weiterleitung von Impulsen und Reizen im Gehirn. Das kann wiederum die Konzentrationsfähigkeit fördern und das Erinnerungsvermögen positiv beeinflussen.
uWas Rosenwurz noch bewirkt: aggressive freie Radikale, die den Zellen schaden können, werden abgefangen.


Zum Lernen ist es nie zu spät!


Rhodiola rosea
Lentaya
Rhodiola rosea
Lentaya
uDarauf freuen sich viele Ältere: Dem Enkelkind aus Büchern vorlesen, ihm alle möglichen Fragen beantworten. Doch wehe, die grauen Zellen lassen einem im Stich. Dann kann selbst das Vorlesen zur Qual werden. Daher sollte das Gehirn stets auf Trab gehalten werden.


uSpielen Sie z. B. Memory. Kinder sind hier zwar blitzschnell – aber mit ein wenig Übung können Sie schon bald mithalten.


uBeim Kochen oder Putzen – es findet sich immer eine Gelegenheit zum Singen. Welche Lieder fallen Ihnen auf Anhieb ein? Welche Texte sind Ihnen entfallen? Das Auffrischen bzw. Erlernen fordert das Gedächtnis heraus.


uDenken Sie stets an den altbewährten Satz: „Wer rastet, der rostet“. Das gilt für alle, egal ob Jung oder Alt. Es ist nie zu spät, neues Wissen zu erwerben und mit regelmäßiger Bewegung zu beginnen (gehen Sie z. B. dreimal die Woche flott spazieren).
uNahrung fürs Hirn: z. B. Vollkornbrot, Fisch, Milch, Mais, Bananen. Alkohol greift die Hirnzellen an! Davon nur in Maßen genießen.

02.05.08 08:57
Quelle: Heim und Welt Nr 38-2005

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