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02.05.08 08:57

Therapie bei sexuellen Deviationen

Heutzutage werden sexuelle Deviationen oder Perversionen nicht mehr für so therapiebedürftig gehalten wie früher, da sie besser in den gesellschaftlichen Kontext integriert sind. Kaum noch ein homosexueller Mann wendet sich heute an einem Psychotherapeuten wegen seiner Homosexualität.

Eine Psychotherapie wird von so jemanden eher wegen Angst-oder anderer Problemen aufgesucht. Bei Transsexualität  oder bei sadomasochistischen Veranlagungen ist die Situation jedoch anders. Hier ist nicht so schnell eine gesellschaftliche Toleranz zu erwarten. Deswegen wird hier auch eher eine therapeutische Hilfe gesucht. Es haben sich aber weder verhaltenstherapeutische noch rein psychoanalytische Verfahren ausreichend bewährt.

Trotzdem sollte man mit einer psychoanalytisch orientierten Methode beginnen, nämlich einer tiefenpsychologisch  fundierten Psychotherapie. Zudem ist es zweckmäßig, eingestreut in dieses Gesprächs-Verfahren meditative Methoden anzuwenden. Die Meditation vermittelt ein intensives Entspannungs- und Euphorie-Gefühl, wie es auch in der Perversion gesucht wird, wenn auch aus anderen Motiven und mit anderem Hintergrund. Dennoch ist der psycho-physische Angelpunkt einer ekstatischen Erfahrung der gleiche. Gleichzeitig werden durch die Gesprächstherapie die Hintergründe intellektuell aufgearbeitet und nur eine derartige Kombination von  verbal-verstandesmäßigen und psycho-physischen Methoden kann bei Abhängigkeiten von sexuellen Deviationen helfen. Ausführlichere Informationen über Theorie und Praxis lassen sich beim Autor einholen.

02.05.08 08:57
Quelle: Dr. Günter von Hummel

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Dr. Günter von Hummel
Dr. Günter von Hummel


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Curriculum Vitae

Dr. von Hummel studierte in München Humanmedizin und promovierte 1968. Anschließend war er sechs Jahre in verschiedenen Krankenhäusern und Universitätskliniken tätig. 1974 ließ er sich als Facharzt für Allgemeinmedizin in München in eigener Praxis nieder. Berufsbegleitend absolvierte er eine psychoanalytische Ausbildung, die er 1980 abschloss. Er veröffentlichte mehrere Artikel in Fachzeitschriften und gab 1992 sein erstes Buch „HERZ-Sprache“ über die Psychosomatik von Herzkrankheiten heraus.

Bereits in diesem Buch stellte er sein therapeutisches Verfahren vor, das in der Theoriebildung von der Psychoanalyse abgeleitet, in der Praxis jedoch meditativen Verfahren wie etwa dem autogenen Training verwandt ist. Weitere Bücher zu dieser Thematik folgten:
„Signifikant Gott?“,
„Liebessschule“,
„Meditation / Wissenschaft“ und „Yoga und Psychoanalyse“.

In den neunziger Jahren fand unter seiner Leitung ein mehrjähriges Seminar über „konjekturales Denken“ statt. Die Gründung eines Instituts für „Konjekturales Denken“ ist in Vorbereitung.

Publikationen:

Hier werden Bücher von Dr. von Hummel vorgestellt: