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02.05.08 08:57

Venengesundheit - Mit schönen Beinen durch den Sommer

MEV
Besenreiser, Krampfadern, schmerzende Beine – Venenprobleme sind ein Volksleiden. Um vorzubeugen und ernsthafte Erkrankungen zu verhindern, sollten Sie den Venen die tägliche Arbeit erleichtern. Unsere Beinvenen sind wahre Schwerstarbeiter. Rund 7.000 Liter „verbrauchtes“ Blut müssen sie Tag für Tag bergauf zum Herzen transportieren und dabei einen Höhenunterschied von rund 1,50 Meter gegen die Schwerkraft überwinden. Unterstützt werden die Venen dabei von den Wadenmuskeln, die wie eine Art Pumpe dazu beitragen, das Blut nach oben zu drücken. In den Venen befinden sich die so genannten Venenklappen, die wie Schleusen dafür sorgen, dass das Blut in die richtige Richtung fließt: Strömt das Blut herzwärts, sind die Klappen geöffnet; steigt der Venendruck, so schließen sich die Klappen. Ergebnis: Das Blut kann nicht „absacken“.


Doch dieses geniale Bluttransport-System der Venen ist bei vielen Menschen empfindlich gestört: Sind die Muskeln beispielsweise untrainiert, so verzögert sich der Rücktransport des Blutes. Es staut sich in den Beinen und weitet das ohnehin recht dünnwandige und muskelarme Venensystem aus. Als Folge davon können die Venenklappen nicht mehr richtig schließen.


Warnsignale ernst nehmen


Dass die Venen nicht mehr optimal arbeiten, bemerken viele Menschen, wenn die Sonne vom Himmel knallt, sie den ganzen Tag im Stehen gearbeitet oder stundenlang im Auto gesessen haben: Dann machen ihnen am Abend müde, schmerzende oder geschwollene Beine zu schaffen. Diese lästigen Symptome, die in der Nacht wieder nachlassen, sind häufig frühe Anzeichen einer Venenschwäche.


Warnsignale sind neben „dicken Beinen“ auch Besenreiser und oberflächliche Krampfadern – Symptome, die Betroffene ernst nehmen sollten. Wird jetzt nicht konsequent gegengesteuert, besteht die Gefahr, dass sich die Venenschwäche verschlimmert: Es bilden sich immer mehr Krampfadern, schließlich auch an den Hauptvenen der Beine. Der Bluttransport in den Venen wird immer schlechter, die Beine schmerzen häufiger, oberflächliche Venenentzündungen treten auf. Schließlich kann es zu gefürchteten Thrombosen, lebensgefährlichen Lungenembolien oder offenen Beinen kommen.


Die Venen unterstützen


Doch das muss nicht sein, denn Venenveränderungen lassen sich aktiv vorbeugen:


·   Ausreichende Bewegung ist das A und O für starke Venen. Deshalb sollten wir mehr Bewegung in den Alltag einbauen – die  Treppe satt den Aufzug nehmen, beim Telefonieren öfter mal hin und her gehen, Besorgungen zu Fuß erledigen.


·   Viele sanfte Sportarten wie Schwimmen, Walken, Wandern, Skilanglauf, Rad fahren und Tanzen sind ideal, um die Venen zu trainieren.


·   Wer die Füße häufig hochlegt, erleichtert den Rückfluss des Blutes aus den Beinen.


·   Hohe Absätze, die die Muskelpumpe lahm legen, sind Gift für die Venen. Deshalb im Alltag flache, bequeme Schuhe bevorzugen.


·   Jedes Kilo Übergewicht belastet Beine und Venen. Eine gesunde, kalorienreduzierte Ernährung ist die beste Möglichkeit, überflüssige Pfunde loszuwerden.


·   Beim Sitzen gilt: Die Beine nicht übereinander schlagen, denn das drückt die Venen in der Kniekehle ab und hemmt damit die Blutzirkulation.


Hilfe aus der Natur


Bereits durch diese einfachen Maßnahmen ist es oft möglich, Venenproblemen aus dem Weg zu gehen. Wenn sich die Beine nach langem Stehen oder Sitzen dennoch schwer anfühlen, können rezeptfreie Pflanzenpräparate aus der Apotheke helfen. Sie lindern Schwellungen, hemmen Entzündungen und unterstützen die Venenarbeit nachhaltig. Kapseln, Tabletten oder Tropfen zum Einnehmen enthalten Wirkstoffe aus rotem Weinlaub, Rosskastaniensamen-Extrakt, Extrakt aus Buchweizen oder Mäusedorn. Die Blutzirkulation regen Salben und Gele zum Einreiben an. Darin kommen unter anderem Wirkstoffe wie Heparin und Arnika zum Einsatz.


Entlastung und Erholung für die Beine versprechen spezielle Stütz- oder Kompressionsstrümpfe, die von außen Druck auf die Venen ausüben. Dadurch wird der Blutrückfluss erleichtert. Auch für Menschen mit gesunden Venen ist es – beispielsweise im Flugzeug oder während einer langen Autofahrt – sinnvoll, Stützstrümpfe zu tragen. Bei bereits bestehenden Venenleiden ist die Behandlung mit vom Arzt verordneten und individuell angepassten Kompressionsstrümpfen unerlässlich.


Im Zweifel zum Fachmann


Apropos Arzt: Wer häufig unter schweren, geschwollenen Beinen leidet, von Wadenschmerzen geplagt wird oder bereits Krampfadern hat, sollte unbedingt einmal den Arzt aufsuchen, am besten einen auf Venenleiden spezialisierten Fachmann (Phlebologen). Denn häufig ist eine gezielte Behandlung notwendig, um Folgekrankheiten zu verhindern.


Venenfreundlich im Büro


Langes Sitzen schadet den Venen, und Schreibtischarbeit ist Gift für unsere Beine. Wer jedoch ein wenig Bewegung in den Büroalltag bringt, entlastet seine Venen. Aktivieren Sie die Muskelpumpe durch gezielte Venengymnastik: fünf Minuten pro Stunde reichen schon aus!


Im Sitzen können Sie…


·   die Füße anheben und abwechselnd nach rechts und links kreisen lassen.


·   die Füße auf den Boden stellen und im Wechsel Zehen und Fersen kräftig anheben.


·   die Füße vom Boden heben und in der Luft Rad fahren, so lange Sie können.


·   die Zehen krallen und wieder loslassen.


·   beide Beine leicht anheben und die Fußspitzen in Richtung Körper ziehen (fünf bis zehn Sekunden halten).


Im Stehen können Sie…


·   auf Zehenspitzen oder Fersen laufen.


·   mehrmals von den Zehen zu den Fersen und zurück wippen.


·   abwechselnd die Beine nach hinten zum Po ziehen.


·   die Arme ausstrecken, mit geschlossenen Beinen in die Knie gehen, dabei auf die Zehen stellen und kurz halten.


Wasserspaß


Kalte Güsse regen die Blutzirkulation an und bringen den Beinen Erleichterung. Und so wird’s gemacht:



  1. Stellen Sie den Duschstrahl nicht zu hart ein, und halten Sie den Duschkopf nah an das Bein.
  2. Beginnen Sie am Fußrücken. Führen Sie das kühle Wasser langsam an der Außenseite des Unter- und Oberschenkels nach oben bis in die Leistengegend.
  3. Führen Sie den Wasserstrahl nach einigen Sekunden an der Beininnenseite abwärts zum Fuß zurück.
  4. Wiederholen Sie den Vorgang am anderen Bein.

02.05.08 08:57
Quelle: Ratgeber aus Ihrer Apotheke

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