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Allerdings: Um richtig zu funktionieren und nicht alsbald wieder abzusterben, brauchen die jungen grauen Zellen eine Herausforderung. Experten gehen heute davon aus, dass die Lebensführung einen nicht unerheblichen Einfluss auf das Hirnleistungsvermögen hat. Lernreize, Neuigkeiten, anspruchsvolle Aufgaben, Diskussionen und Probleme, die es zu lösen gilt – all diese Anregungen wirken wie Kraftnahrung für die Nervenzellen.
Herausforderungen fürs Hirn
Ähnlich wie ein Muskel, der nur unter Belastung wächst und bei Bewegungsmangel schrumpft, können auch die grauen Zellen nur dann richtig gedeihen, wenn sie regelmäßig trainiert werden. Studien zeigen: Bei Menschen, die in ihrem Leben stets geistig sehr aktiv waren, bleibt das Gehirn länger jung. Akademiker haben ein geringeres Alzheimer-Risiko, stellten amerikanische Forscher fest. Das liegt aber nicht allein am Studium – entscheidend ist eine interessante Tätigkeit. Und Hobbys, Kinobesuche, Kaffeekränzchen: Soziale Kontakte stimulieren das Gehirn.
Freizeitaktivitäten regen den Geist an. Wer viel liest, fordert seine grauen Zellen heraus; auch Kreuzworträtsel, Stricken und Gartenarbeit gelten als „Hirnjogging“. Noch besser sind knifflige Spiele wie Schach oder Bridge, die Mitarbeit in einem Verein, gemeinsames Singen oder das Erlernen eines Musikinstruments.
Nervenzellen brauchen Sauerstoff
Nicht nur geistiges, auch körperliches Training hält die grauen Zellen in Schwung. Denn Bewegung regt die Durchblutung an: Das Gehirn braucht sehr viel Energie, und die kann nur über das Blut zu den Nervenzellen gelangen. Eine optimale Versorgung mit Zucker und Sauerstoff ist für die Leistungsfähigkeit des Denkorgans entscheidend.
In den Arterien können jedoch mit der Zeit Engpässe entstehen. Eine zunehmende Verkalkung setzt den Gefäßen zu – nicht selten beruht eine Abnahme der geistigen Fitness auf einer unzureichenden Blutversorgung. Wenn die Konzentration nachlässt und das Gedächtnis schwächelt, wenn es häufiger zu Kopfschmerzen, Ohrensausen oder Schwindel kommt, dann fehlt dem Gehirn sehr wahrscheinlich Sauerstoff.
Ginkgo stärkt den Geist
Die Durchblutung im Oberstübchen lässt sich mit natürlichen Mitteln fördern. Zum Beispiel mit Ginkgo: Die Blätter dieses asiatischen Baums enthalten Wirkstoffe, die den Energiestoffwechsel und die Zellatmung optimieren. Ginkgo-Spezialextrakte erhöhen außerdem die Elastizität der roten Blutkörperchen und verbessern die Fließfähigkeit des Blutes – regelmäßig eingenommen, tragen sie dazu bei, eine Unterversorgung mit Sauerstoff zu vermeiden. Und das ist die Voraussetzung für mentale Stärke.
Reduzieren Sie das Risiko
Neben Bewegungs- und Sauerstoffmangel begünstigen weitere Risikofaktoren die Entwicklung einer Demenz. So erkranken Zuckerpatienten neueren Studien zufolge deutlich öfter an Alzheimer als Menschen mit gesundem Stoffwechsel. Diabetiker sollten also ihre Blutwerte sorgfältig im Auge behalten: Ein erhöhter Zuckerspiegel kann auf Dauer das Gedächtnis erheblich beeinträchtigen.
Auch mit dem Körpergewicht steigt das Demenzrisiko. Mögliche Ursache ist nach aktuellen Erkenntnissen eine mangelnde Insulinversorgung der grauen Zellen – Übergewichtige haben weniger Insulin in der Hirnflüssigkeit. Das Hormon scheint jedoch für das Denkvermögen eine wichtige Rolle zu spielen: Bei Alzheimerpatienten, denen Insulin verabreicht wurde, ließ sich die Hirnleistung wieder verbessern.
