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02.05.08 08:57

Unterwegs in den Urlaub - Venen-Schutz auf Reisen

Klinge Pharma
Egal, ob Flugzeug, Bahn, Bus oder Auto: Lange Reisen sind für die Venen eine starke Belastung und können ernste Durchblutungsstörungen verursachen. Wenn der Sommer beginnt, sehnt sich die Seele nach Erholung. Um im Urlaub richtig abschalten zu können und auch räumlich Abstand vom stressigen Alltag zu gewinnen, schweifen die meisten Menschen in die Ferne. Eine längere Anreise bedeutet jedoch zunächst einmal Stress: Staus auf der Autobahn kosten ebenso Nerven wie lange Warteschlangen am Flughafen, überfüllte Züge oder Verspätungen. Hinzu kommen körperliche Belastungen – etwa durch die trockene Luft im Flugzeug, den Jet-Lag, das ungewohnte Klima am Zielort der die unangenehme Reiseübelkeit.


Stau in den Venen


Auf langen Strecken werden außerdem die Venen besonders strapaziert. Die Wahl des Verkehrsmittels spielt dabei keine Rolle: Bei allen Urlaubern, die stundenlang auf beengten Sitzen hocken, verlangsamt sich der Kreislauf. Vor allem der Blutfluss durch die Beine ebbt langsam aber sicher ab – nur Bewegung setzt die so genannte Muskel-Venen-Pumpe in Gang: Die arbeitende Muskulatur drückt auf die Gefäße und presst so das Blut zurück zum Herzen.


Rührt sich lange Zeit nichts, versackt der Lebenssaft in den Waden. Das kann selbst für junge und gesunde Menschen unter Umständen gefährlich werden; je länger die Reise dauert, desto zäher fließt das Blut. Damit erhöht sich das Risiko der Verklumpung des Blutes: Irgendwo an einer Gefäßwand können sich kleine Blutpfropfen bilden. Unberechenbar wird so ein Gerinnsel dann, wenn es abreißt und mit dem Blutstrom durch den Kreislauf wandert – denn es könnte eine wichtiges Gefäß verstopfen. Dieses Phänomen bezeichnen die Mediziner als Thrombose. Vor allem bei älteren Menschen, die zu schweren Beinen oder Krampfadern neigen, besteht unterwegs ein erhöhtes Thromboserisiko. Wenn man die ersten Anzeichen beachtet und/oder ihnen rechtzeitig entgegenwirkt, muss es jedoch nicht zu einer Thrombose kommen.


Knöchel und Waden schwellen an


Die gestörte Beindurchblutung verursacht bei vielen Reisenden unangenehme Beschwerden. Da sich das Blut in den Venen staut, weiten sich die Gefäße, und ihre Wände werden durchlässig: Flüssigkeit sickert ins Gewebe, die Beine schwellen an, werden schwer und können schließlich sogar schmerzen. Betroffen sind nicht nur Personen mit einer Venenschwäche; auch bei allen anderen kommt es zu einer messbaren Schwellung im Knöchel- und Wadenbereich.


So ergab eine Studie mit gesunden Testpersonen, dass ihr Knöchelumfang während eines Langstreckenflugs von Frankfurt nach Japan kontinuierlich zunahm. Diese Schwellung ließ sich allerdings günstig beeinflussen: Die Hälfte der Untersuchungsteilnehmer erhielten vor dem Flug einige Tage lang Kapseln mit konzentriertem Extrakt aus Rosskastaniensamen. Bei ihnen lag das Knöchelmaß am Flugende nur knapp über dem Ausgangswert.


Pflanzenkraft stützt die Venen


Rosskastaniensamen enthalten den Wirkstoff Aescin. Er ist in der Lage, die Gefäßwände so abzudichten, dass weniger Flüssigkeit ins Gewebe übertritt. Die Beine schwellen also nicht so stark an, und die mit dem Blutstau verbundenen Beschwerden lassen sich vermeiden.


Neben der Einnahme eines wirksamen Pflanzenpräparates haben sich weitere einfache Maßnahmen bewährt, um Durchblutungsstörungen vorzubeugen und das Thromboserisiko zu vermindern. Insbesondere ältere Passagiere und Menschen mit schwachen Venen sollten die folgenden Tipps beherzigen:


·       Trinken Sie reichlich, damit Ihr Blut flüssig bleibt – und zwar nicht nur Kaffee oder Tee, sondern auch stilles Wasser, Saft, Kräuter- oder Früchtetee.


·       Verzichten Sie unterwegs auf Bier, harte Drinks und Zigaretten!


·       Tragen Sie bequeme Kleidung, und schlagen Sie die Beine nicht übereinander.


·       Ziehen Sie flache Schuhe und Stütz- bzw. Kompressionsstrümpfe an.


·       Stehen Sie möglichst jede Stunde einmal auf und laufen Sie ein Stück. Das gilt nicht nur im Flugzeug, sondern auch bei Bahn- und Busreisen! Oder betreiben Sie mindestens fünf Minuten Beingymnastik. Streifen Sie die Schuhe ab, stellen Sie die Füße auf den Boden. Ziehen Sie nun abwechselnd Zehen und Fersen kräftig hoch. Krallen Sie dann die Zehen zusammen. Heben Sie schließlich abwechselnd ein Bein an und ziehen Sie die Fußspitze in Richtung Körper.


·       Bei Reisen mit dem Auto sollten Sie mindestens alle zwei Stunden eine Pause einlegen und einen kleinen Spaziergang machen.

02.05.08 08:57
Quelle: Ratgeber aus Ihrer Apotheke

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