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02.05.08 08:57

Mund- und Körpergeruch - Rundum frisch trotz Sommerhitze

MEV
Bei hochsommerlichen Temperaturen geraten wir automatisch ins Schwitzen. Doch üble Körpergerüche müssen dabei trotzdem nicht entstehen. Draußen herrschen 30 Grad im Schatten – die Sonne knallt erbarmungslos auf den Schreibtisch, im Büro herrscht Dauerstress, und in der Kantine gibt es auch noch Chili con Carne: Jetzt rinnt der Schweiß aus allen Poren, das T-Shirt klebt auf der Haut, Schweißringe zeichnen sich unter den Armen ab. Sogar selbstbewusste Menschen werden unsicher: Hoffentlich versagt das Deo nicht! Obwohl Schwitzen ein ganz natürlicher und sogar lebenswichtiger Prozess ist, sind Schweißperlen auf der Stirn und feuchte Hände eher peinlich.


Besonders schlimm, wenn schwitzende Zeitgenossen unangenehm riechen ...


Natürliche Klimaanlage


Dass wir Menschen bei sommerlichen Temperaturen verstärkt ins Schwitzen geraten, ist ein genialer Einfall der Natur: Denn der Schweiß schützt unseren Körper vor Überhitzung, kühlt die Haut und sorgt so dafür, dass die Körpertemperatur konstant bleibt. Gesteuert wird die Schweißabsonderung durch das autonome Nervensystem, das sich willentlich nicht beeinflussen lässt.


Frischer Schweiß ist zunächst noch vollkommen geruchlos. Doch dann machen sich fleißige Körperbakterien ans Werk: Sie zersetzen die Flüssigkeit, wodurch der unangenehme Geruch entsteht. Gerade in der feuchtwarmen Achselhöhle finden die Bakterien paradiesische Zustände – der Grund, warum Menschen hier besonders häufig riechen.


Schwitzen, ohne zu riechen


Schweißgeruch lässt sich zum Glück verhindern. Unsere Tipps gegen das peinliche Übel: An warmen Tagen sollten Sie jeden Morgen unter die nur lauwarme Dusche springen und den ganzen Körper mit einem milden Duschgel reinigen.


Achselhaare bilden einen idealen Lebensraum für Bakterien, die den Schweiß zersetzen. Wer die lästigen Keime vertreiben möchte, sollte die Achselhaare entfernen.


In der Apotheke gibt es Deos für unterschiedliche Hauttypen und Ansprüche. Für Menschen mit empfindlicher Haut eignen sich besonders hautverträgliche Deos ohne Parfum und Alkohol. Gut zu wissen: „Klassische“ Deodorants verhindern den Schweißgeruch, indem sie direkt auf die schweißzersetzenden Bakterien einwirken und den unangenehmen Geruch mit Parfum überlagern. Besonders wirkungsvoll sind Antitranspirants, Produkte mit schweißhemmenden Eigenschaften. Diese „Power-Deos“ enthalten häufig Aluminiumsalze, die die Schweißporen verengen und somit die Schweißmenge reduzieren. Mittlerweile gibt es viele hochwertige Deo-Cremes, -Stifte, -Roll-ons & Co., die sich durch ihre Langzeitwirkung auszeichnen.


Körpergeruch lässt sich durch die richtige Kleidung oft vermeiden: Bevorzugen Sie im Sommer leichte, luftdurchlässige und eher weit geschnittene T-Shirts, Blusen oder Hemden aus Naturfasern wie Baumwolle und Leinen. Der leichte Naturlook unterstützt die Atmung der Haut.


Wer stark schwitzt, sollte sich sehr bewusst ernähren. Große Mengen an kalorienreichen Nahrungsmitteln, scharf gewürzte Speisen, Alkohol und Kaffee lassen uns erst recht ins Schwitzen geraten. Gut ist es hingegen, viel Wasser zu trinken.


Die Heilpflanze Salbei kann die Schweißbildung reduzieren. Entsprechende Tees und Tabletten gibt es in der Apotheke.


Im Sommer in die Sauna?


Im Hochsommer in die Sauna zu gehen, finden viele Menschen schlichtweg absurd. Ist es aber nicht: Denn Saunabaden unterstützt die Gesundheit auch an heißen Tagen. Wer regelmäßig im „Holzhäuschen“ schwitzt, stärkt sein Immunsystem und mindert das Risiko für Infektionen. Außerdem sind sommerliche Saunabesuche nahezu ideal, um den Körper auf einen Urlaub in heißen Gefilden vorzubereiten. Überzeugte Saunagänger können tropisches Klima meist besser vertragen. Fakt ist außerdem, dass die trockene Saunahitze den Kreislauf weit weniger belastet als die feuchte Sommerhitze. Aus allen diesen Gründen macht es durchaus Sinn, auch bei strahlendem Sonnenschein in der Sauna zu schwitzen.


Keine Chance für Mundgeruch


Genauso unangenehm wie Körpergeruch sind üble Ausdünstungen aus dem Mund. Im Gegensatz zu einem verbreiteten Irrglauben entsteht Mundgeruch meist jedoch nicht im Magen, sondern in der Mundhöhle selbst. Um vorzubeugen, gilt:



  • Achten Sie auf eine gute Mundhygiene. Putzen Sie Ihre Zähne gründlich, und verwenden Sie Zahnseide oder eine Interdentalbürste für die Zwischenräume.
  • Mundspülungen aus der Apotheke können das Pflegeprogramm sinnvoll ergänzen. Moderne Mundspüllösungen rücken Geruchsbakterien gezielt zu Leibe. Bei Mundwässern steht der Frischeeffekt im Vordergrund.
  • Natürliche Arzneimittel mit einem Chlorophyllin-Kupfer-Komplex haben desodorierende und bakteriostatische Eigenschaften: Entsprechende Dragees aus der Apotheke können die Aktivität eiweißspaltender Enzyme beeinflussen, so dass riechende Verbindungen erst gar nicht entstehen, und sie hemmen die Vermehrung von Bakterien.
  • Beziehen Sie die Zunge in Ihr tägliches Pflegeprogramm ein, denn Zungenbelag ist eine Hauptursache für schlechten Atem. Spezielle Zungenreiniger, die nach dem Zähneputzen zum Einsatz kommen, gibt es in der Apotheke.
  • Regen Sie den Speichelfluss an, indem Sie zuckerfreie Kaugummis kauen und viel Mineralwasser trinken.
  • Gehen Sie regelmäßig zum Zahnarzt, denn auch entzündetes Zahnfleisch, lockere Zahnfüllungen und schlecht sitzender Zahnersatz können Mundgeruch begünstigen.

02.05.08 08:57
Quelle: Ratgeber aus Ihrer Apotheke

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