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Doch egal, worunter Haut und Seele leiden: Wichtig, dass Betroffene konsequent mit typgerechten Pflegepräparaten und wirksamen Arzneimitteln gegensteuern.
Schuppenflechte: Gestörte Verhornung
Glänzende Schuppen und entzündlich gerötete Hautstellen prägen das Erscheinungsbild der Schuppenflechte, die in der medizinischen Fachsprache als Psoriasis bezeichnet wird. Der Name stammt vom griechischen Begriff „psao“ ab, was übersetzt „ich kratze“ bedeutet, und eine typische Begleiterscheinung der entzündlichen Hauterkrankung beschreibt. Bei Psoriasis ist die Zellneubildung in der obersten Hautschicht gestört. Die Zellen „wandern“ rund siebenmal schneller als bei gesunder Haut an die Oberfläche, was schließlich zu den charakteristischen roten, schuppigen Flecken führt.
Obwohl Schuppenflechte bis heute nicht heilbar ist, kann die schubweise verlaufende Hauterkrankung mittlerweile recht gut therapiert werden. Bei leichteren bis mäßig ausgeprägten Formen wird der Arzt Salben oder Cremes zum Auftragen verordnen. Sie enthalten Wirkstoffe wie Steinkohlenteer, Dithranol, Vitamin D3-Abkömmlinge und/oder Kortison. Bei sehr schwerem Verlauf kommen Medikamente zum Einnehmen zum Einsatz. Ganz wichtig ist es, dass Psoriasis-Patienten ihre oft sehr trockene Haut konsequent und liebevoll pflegen. Bewährt haben sich unter anderem harnstoffhaltige Cremes und Salben. Unterstützt werden kann die Therapie durch hochwertige Öl- oder Salzbäder aus der Apotheke.
Unerträglicher Juckreiz
Mit der Schuppenflechte „verwandt“ ist die Neurodermitis, die auch als atopisches Ekzem bezeichnet wird. Auch diese chronische Hauterkrankung verläuft in Schüben. Sie beginnt oft jedoch schon im frühen Kindesalter. Charakteristischerweise leiden Neurodermitiker unter sehr trockener Haut. Bei akuten Entzündungsschüben zeigen sich rote, schuppende und stark juckende Hautveränderungen – häufig in den Gelenkbeugen, am Hals und im Gesicht.
Die Veranlagung zu Neurodermitis wird vererbt. Unterschiedlichste Faktoren können dann einen Schub auslösen. Dazu zählen beispielsweise Klimawechsel, Infektionskrankheiten sowie Unverträglichkeiten gegenüber Blütenpollen, Nahrungsmitteln oder Hausstaub.
Ist die Haut stark entzündet, wird der Arzt verschreibungspflichtige Kortisonpräparate verordnen. Alternativ stehen auch so genannte Immunsuppressiva zum Auftragen auf die betroffenen Hautstellen zur Verfügung. Entsprechende Salben, die der Arzt verordnen muss, enthalten Wirkstoffe wie Tacrolimus oder Pimecrolimus.
Rund ums Jahr ist es darüber hinaus unerlässlich, die trockene Haut typgerecht zu pflegen. Milde Hautreinigungsprodukte und medizinische Gesichts- und Körperpflegemittel aus der Apotheke, die reichlich Feuchthaltefaktoren und juckreizlindernde Komponenten enthalten, sind die Pflegemittel der Wahl. Ölbäder können die Therapie ergänzen.
Fußpilz: Hartnäckiger Begleiter
Wenn die Haut unangenehm juckt und gerötet ist, verbirgt sich häufig eine Pilzerkrankung hinter den hartnäckigen Beschwerden. Verbreitet ist vor allem der Fußpilz, medizinisch als Tinea pedis bezeichnet. Häufig wird die Erkrankung durch Fadenpilze, seltener durch Schimmelpilze oder Hefen hervorgerufen. Im feucht-warmen Milieu zwischen den Zehen findet der Krankheitserreger ideale Wachstumsbedingungen.
Eine konsequente Behandlung ist unerlässlich, um den Pilz wieder loszuwerden. Die medikamentöse Therapie ist auch wichtig, damit es dem Krankheitserreger nicht gelingt, sich auf andere Körperregionen oder die Zehennägel auszubreiten. Rezeptfrei in der Apotheke gibt es eine Reihe wirksamer Salben, Cremes und Sprays, die auf die erkrankten Hautpartien aufgetragen werden.
Sie enthalten Wirkstoffe wie Bifonazol oder Clotrimazol. In der Regel dauert die Therapie ein bis vier Wochen. Seit einiger Zeit gibt es auch ein Mittel mit Langzeitwirkung, das nur ein einziges Mal aufgetragen werden muss. Ob die Lösung mit dem Wirkstoff Terbinafin für Sie die richtige Behandlung ist, darüber sollten Sie mit Ihrem Arzt und Apotheker sprechen.
