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06.05.08 15:19

Schnelle Hilfe bei kleinen Verletzungen

Jetzt im Sommer steigt bei vielen wieder die Lust auf Aktivitäten im Freien. Und damit auch das Verletzungsrisiko. Nehmen Sie kleine Blessuren nicht auf die leichte Schulter. Ob Schürf-, Schnitt- oder Stichverletzung: Jede Hautwunde muss sorgfältig behandelt werden.


Beim Wandern eine Blase am Fuß gelaufen oder beim Schneiden der Hecke einen „Ratscher“ erwischt? So genannte Bagatellverletzungen können Sie meist ohne ärztliche Hilfe selbst versorgen. Hier einige Tipps: 


Blasen,


zum Beispiel an den Fersen, sollte man möglichst unbehandelt lassen. Sie können die Blase vorsichtig anstechen, damit die Flüssigkeit ablaufen kann. Anschließend unbedingt mit medizinischem Alkohol oder anderen apothekenüblichen Desinfektionsmitteln desinfizieren. Nur wenn die obere Hautschicht bereits zerrissen ist, darf sie vorsichtig mit der Schere entfernt werden. Im Übrigen heilt die Verletzung am besten an der frischen Luft. Kommt die lädierte Stelle aber weiterhin mit Strumpf und Schuh in Berührung, sollten Sie ein spezielles Blasenpflaster zum Schutz der Wunde anbringen.


Prellungen


werden mit Kälte behandelt. Ein Eisbeutel oder eine Kaltkompresse aus dem Eisfach bringen meist schon nach kurzer Zeit Besserung. Zwischen Haut und Packung bzw. Kompresse sollte dabei immer ein Tuch liegen, um Erfrierungen vorzubeugen.


Schürf-, Riss- und Schnittwunden


müssen zunächst gereinigt werden. Dafür die Haut um die Wunde herum mit klarem Wasser säubern und mit einer sterilen Kompresse vorsichtig abtupfen. Anschließend mit einem Wundspray desinfizieren. Bei Riss- und Schnittwunden die Kompresse mit einer Mullbinde und einem ausreichend großen Fixier-Pflaster befestigen. Schürfwunden können auch mit einem Sprüh-Pflaster versorgt werden. Bei sehr verschmutzten und stark blutenden Risswunden oder bei eingebrachten, feststeckenden Fremdkörpern ist ärztliche Hilfe notwendig. Wichtig: Kontrollieren Sie auch Ihren Tetanusschutz (Impfpass).


Was tun, wenn sich eine Wunde entzündet?


Bis zu 50 Prozent aller Wunden können sich entzünden – der Heilungsverlauf wird negativ beeinflusst. Eine Infektion tritt auf, wenn eine kritische Menge an Bakterien in der Wunde überschritten wird. Deshalb wird auch bei kleineren Wunden eine antiseptische Wundauflage empfohlen. In der Apotheke gibt es auch Salben, deren Wirkstoffe, zum Beispiel Hamamelis, die Entzündung lindern können und gleichzeitig adstringierend wirken, das heißt: Die Wundränder leicht zusammenziehen. Dadurch wird der Eintritt von Bakterien und anderen Keimen in das Wundbett erschwert und die Wundheilung angeregt. Tragen Sie auf keinen Fall Hausmittel wie Mehl, Schweineschmalz oder Zwiebeln auf die Wunde auf. Das würde sie reizen, eine Infektion fördern und die Heilung nur unnötig hinauszögern. 


Ist Ihr Tetanusschutz noch perfekt?


Schon ein Stich an Dornen von Rosen und anderen Büschen hat es in sich: Was in ein paar Minuten schon wieder vergessen ist, kann nach Tagen bis drei Wochen lebensgefährliche Ausmaße annehmen, wenn der Tetanus-Impfschutz nicht mehr ausreichend ist. Trotz moderner Medizin ist dann ein großer Teil der mit Tetanuserregern Infizierten nicht mehr zu retten, weil es zum Krampf der Atemmuskulatur kommt. Der Erreger kommt fast ausschließlich in Erde und Staub vor und kann sich nur unter Abschluss von Luft vermehren. Überprüfen Sie also Ihren Impfschutz. Liegt Ihre letzte Tetanus-Impfung länger als 10 Jahre zurück? (Impfbuch kontrollieren). Sprechen Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit Ihren Arzt auf notwendige Auffrischungs-Impfungen an.  

06.05.08 15:19
Quelle: Fit + 50 4/2007

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