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Beinwell tut nicht nur den Beinen wohl
Der Beinwell (Symphytum officinale) wächst sehr häufig in den gemäßigten Gebieten Europas und Asiens. Mittlerweile findet er sich auch in den USA. Sein deutscher Name deutet an, dass er den Beinen wohl tut. Dies gilt der Heilwirkung bei Knochenbrüchen gemeint, denn früher wurde er äußerlich angewendet, um die Knochenheilung anzuregen. Heute bewährt er sich bei Prellungen, Verstauchungen und Quetschungen.
Sowohl aus der Wurzel als auch aus dem Kraut der Pflanze lassen sich Zubereitungen herstellen. Sie enthalten unter anderem Allantoin, das die Wundheilung und die Regeneration des verletzten Gewebes fördert, sowie Schleim- und Gerbstoffe, die ebenfalls diese Wirkungen unterstützen. Es finden sich auch so genannte Pyrrolizidinalkaloide in der Pflanze. Da diese giftigen Substanzen die Leber schädigen und Krebs auslösen können, sollen Zubereitungen aus Beinwell nur noch äußerlich und bei intakter Haut angewendet werden. Bei offenen Wunden oder entzündeten Hautflächen würde der Körper zu viele der giftigen Substanzen vom Körper aufnehmen. Aus dem gleichen Grund empfehlen Fachleute, Beinwell-Präparate nicht länger als vier Wochen einzusetzen. Schwangeren und stillenden Müttern raten sie, ganz darauf zu verzichten.
Heutzutage lassen sich jedoch industriell Extrakte herstellen, die keine Pyrrolizidinalkaloide mehr enthalten. Fragen Sie Ihren Apotheker nach solchen unbedenklichen Beinwell-Präparaten. |