 |
| Wörwag Pharma |
Erhöhte Zuckerwerte entwickeln sich auf Dauer zur Gefahr: Schäden an Nerven und Gefäßen erhöhen das Risiko für Infarkt, Schlaganfall, Amputation und Erblindung. Um Schlimmes zu verhüten, sollten Diabetiker frühzeitig vorsorgen – und täglich ihre Füße inspizieren. Diabetes kostet Nerven. Nicht nur, weil die Diagnose das Leben schlagartig verändert und die chronische Erkrankung starke seelische Belastungen mit sich bringt – der überschüssige Zucker im Blut attackiert die Nervenzellen auch ganz direkt. Und zwar von Anfang an, wenn die allermeisten Diabetiker noch gar nichts von ihrer Krankheit ahnen. Die diabetische Nervenstörung schreitet schleichend voran und wird von vielen Patienten lange Zeit nicht bemerkt. Spürbare Symptome treten gewöhnlich zunächst an den Füßen auf, da die langen Nervenbahnen zu den äußeren Extremitäten am empfindlichsten sind. Ihre Schädigung macht sich häufig durch Kribbeln, Ameisenlaufen oder Brennen bemerkbar. Sie kann aber auch zum völligen Gefühlsverlust führen – Druckstellen, Verletzungen und selbst Geschwüre werden nicht mehr bemerkt, weil das Schmerzempfinden fehlt.
Gute Werte beugen vor
Zucker beeinflusst die Nervenwahrnehmung nachteilig. Davon sind dann nicht nur die Füße betroffen. Die möglichen Folgen einer Schädigung reichen von Verdauungsstörungen über Blasenlähmung und Impotenz bis zum „stummen“ Infarkt: Betroffene Patienten bemerken einen Herzanfall erst sehr spät, weil sie keinerlei Schmerzen spüren. Außerdem ist das Risiko für Herzinfarkte, Schlaganfälle, Nieren- und Augenschäden erhöht, da auch die Blutgefäße in Mitleidenschaft gezogen werden, die diese Organe versorgen.
Diese schwer wiegenden Komplikationen lassen sich jedoch vermeiden. Die wichtigste Vorsorgemaßnahme ist natürlich eine möglichst gute Stoffwechseleinstellung: Mit weitgehend normalen Zuckerwerten beugen Dia-betiker sowohl Nerven- als auch Gefäßschäden vor. Neben den Medikamenten, die der Arzt verordnet, trägt eine gesunde Lebensweise erheblich dazu bei, den Blutzuckerspiegel in den Griff zu bekommen.
Ein Vitamin für die Nerven
Mit weiteren zusätzlichen Maßnahmen kann es gelingen, dem Zucker seinen Schrecken zu nehmen und Nerven und Gefäße vor den Folgen der Stoffwechselkrankheit zu schützen. So ist zum Beispiel der Vitaminabkömmling Benfotiamin in der Lage, körpereigene Entgiftungsenzyme zu aktivieren, die den überschüssigen Zucker neutralisieren. Damit wird die Bildung schädlicher „verzuckerter“ Eiweiße verhindert – diese aggressiven Abfallprodukte des gestörten Stoffwechsels sind maßgeblich an der Entstehung von Folgeerkrankungen beteiligt.
Benfotiamin ist eine Vorstufe des Vitamins B1 (Thiamin), die seit vielen Jahren erfolgreich gegen diabetische Nervenstörungen eingesetzt wird. Benfotiamin schleust das für den Nerven- und Zuckerstoffwechsel entscheidende Thiamin in hohen Konzentrationen in die Zellen; so kann ein Mangel an Vitamin B1, der bei Diabetikern sehr häufig ist, rasch ausgeglichen werden. Gleichzeitig hemmt Benfotiamin wirksam die Bildung von nerv- und gefäßschädigenden Abfallprodukten des Zuckerstoffwechsels.
Täglich die Füße kontrollieren
Gerade beim Diabetes gilt: Um die Gesundheit möglichst lange zu erhalten, ist Eigeninitiative unabdingbar. Diabetiker sollten deshalb stets wachsam sein und ihren Körper sorgfältig beobachten. Das gilt ganz besonders für die Füße – die tägliche Kontrolle von der Sohle bis zum Knöchel sollte so selbstverständlich sein wie das Zähneputzen. Denn nur so sind Verletzungen und Nervenschäden frühzeitig zu erkennen.