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Schmerzhaftes Brennen beim Wasserlassen deutet oft auf eine Blasenentzündung hin – ein Leiden, das vor allem Frauen zu schaffen macht. Handeln Sie schnell! Etwa jede zweite Frau in Deutschland hat Schätzungen zufolge schon Bekanntschaft mit einer Harnwegsentzündung gemacht, einem äußerst lästigen und schmerzhaften Übel. Typische Symptome der Blaseninfektion, die in der medizinischen Fachsprache als Zystitis bezeichnet wird, sind vermehrter Harndrang, brennende Schmerzen beim Wasserlassen und mitunter auch Bauchbeschwerden. Warum Frauen wesentlich häufiger unter einer Blasenentzündung leiden als Männer, lässt sich leicht erklären: Die weibliche Harnröhre ist nur etwa drei bis vier Zentimeter lang – eindringende Bakterien haben es also leicht, schnell in Richtung Blase zu wandern. Zum Vergleich: Bei Männern ist die Harnröhre 20 bis 25 Zentimeter lang. Verursacher der schmerzhaften Entzündung sind vor allem Darmbakterien vom Typ Escherichia coli, die die empfindliche Blasenschleimhaut erheblich irritieren. Als Folge daraus schwillt sie an und entwickelt die typischen Entzündungszeichen.
Vorbeugen ist möglich
Am besten ist es natürlich, der schmerzhaften Infektion vorzubeugen. Darauf kommt es an:
• Achten Sie auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr von etwa zwei Litern täglich. Um die Abwehrkräfte zu stärken, ist es immer empfehlenswert, sich vitaminreich und ausgewogen zu ernähren.
• Nehmen Sie es mit dem Wasserlassen genau: Wer den Harndrang häufig unterdrückt oder die Blase nur unvollständig entleert, macht es Keimen leicht, sich zu vermehren und auszubreiten. Wichtig ist es außerdem, den Intimbereich nach dem Stuhlgang von vorne nach hinten zu reinigen und die Blase möglichst nach jedem Geschlechtsverkehr vollständig zu entleeren. Der Grund: Auch durch Sex können Keime in die Harnröhre gelangen.
• Beugen Sie einer Unterkühlung des Unterleibs vor. Frauen, die nasse Badekleidung umgehend wechseln, kalte Stühle und bauchfreie Kleidung meiden, haben schon viel für die Blasengesundheit getan.
• Verzichten Sie auf übertriebene Hygiene im Intimbereich. Regelmäßiges Waschen mit Wasser und einem milden Reinigungspräparat reicht vollkommen aus. Bei einer Neigung zu Blaseninfekten wird von aggressiven Intimsprays sowie von Spermiziden oder Scheidendiaphragmen zur Verhütung abgeraten.
Nicht abwarten, Blasentee trinken
Wenn das Wasserlassen bereits Problem bereitet, kommt es auf schnelles und richtiges Handeln an. Leichtere Blasenbeschwerden können oft schon mit Hausmitteln und pflanzlichen Helfern aus der Apotheke therapiert werden. Viel Flüssigkeit ist jetzt wichtig, um die Harnwege regelrecht durchzuspülen und Bakterien aus dem Körper zu befördern. Hilfreich sind Blasentees sowie pflanzliche Präparate zum Beispiel mit Ackerschachtelhalm, Bärentraubenblättern, Birken- und Brennnesselblättern, Goldrutenkraut, Hauhechelwurzel oder Kaktusfeige. Fragen Sie Ihren Apotheker – er wird Ihnen ein geeignetes Präparat empfehlen! Darüber hinaus hilft Wärme, die Schmerzen zu lindern.
Natürlich ist die Behandlung auf eigene Faust nicht für alle Frauen empfehlenswert. Als Faustregel gilt: Wer sich zum ersten Mal eine Blasenentzündung eingefangen hat, unter einer chronischen Erkrankung wie Diabetes oder Gicht leidet, immer wieder von Blasenentzündungen geplagt wird oder schwanger ist, gehört in die Arztpraxis. Gleiches gilt, wenn sich die Beschwerden nach wenigen Tagen der Selbstbehandlung nicht erheblich bessern oder starke Krankheitssymptome wie Fieber, Schüttelfrost, Rückenschmerzen in Nierennähe oder blutigem Urin auftreten. Eventuell wird der Arzt Antibiotika verordnen, um den Bakterien ein schnelles Ende zu bereiten. Dies ist manchmal unerlässlich, um einer gefährlichen Nierenbeckeninfektion vorzubeugen.
Mit Beeren gegen Blasenleiden
Die in Nordamerika heimische Cranberry-Frucht, eine nahe Verwandte unserer Preiselbeere, ist neueren Erkenntnissen zufolge in der Lage, die Widerstandskraft der Blase zu stärken. Denn die roten Power-Beeren können nicht nur die Vermehrung der Bakterien stoppen, sondern auch verhindern, dass sich die Krankmacher an der Blasenwand anheften. Einige Mediziner und Ernährungsexperten empfehlen Frauen mit empfindlicher Blase, dem Körper täglich eine Portion Cranberry-Saft zu gönnen. Eine Alternative zum Saft der Früchte sind spezielle Kapseln oder Tabletten, die zusätzlich zu den Cranberry-Wirkstoffen immunstärkende Vitamine und Mineralstoffe enthalten können. Welches Präparat besonders geeignet ist, wiederkehrenden Blaseninfekten vorzubeugen, erfahren betroffene Frauen in der Apotheke.