
Klosterfrau Gesundheitsservice
Hitzewellen und tropische Gewitter
Das Klima in Mitteleuropa ist von jeher unstet. Vor allem im Frühjahr und Herbst kommt es zu extremen Luftdruckschwankungen: Auf ein kurzes, kräftiges Hoch folgen meist sehr rasch Tiefdruckgebiete, die Stürme, Regen oder Gewitter bringen. Bei vielen Menschen reagiert der Organismus darauf sehr sensibel – sie spüren das Herannahen der feuchten Tiefdruckluftmassen schon, wenn der Blick zum Himmel noch lange nichts verrät. Typische Symptome bei Wetterfühligen sind eine erhöhte Reizbarkeit, Schwindel, Kopf- und Gelenkschmerzen, Schwermut, Schlafstörungen, Konzentrationsschwäche oder auch Übelkeit. Die Stärke und Häufigkeit der Wetterwechsel wird durch den Klimawandel noch zunehmen, befürchten Experten. Wenn sich die Erde weiter erwärmt, müssen wir uns auf Hitzewellen gefasst machen, wie es sie heute nur im Mittelmeerraum gibt. Gleichzeitig nehmen extreme Niederschläge sehr wahrscheinlich zu: Wir hätten zunehmend mit Gewitterschauern zu rechnen, wie sie bisher nur aus den Tropen bekannt sind.
Ausdauertraining hilft
Viele Wetterfühlige neigen dazu, ihre Beschwerden als „gottgegeben“ hinzunehmen. Zwar ist das Wetter wirklich nicht zu ändern – aber die Reaktion des Organismus lässt sich sehr wohl beeinflussen. Es gibt eine ganze Reihe von Maßnahmen und Mitteln, um sich gegen Wetterfühligkeit zu wappnen. Als hilfreich hat sich vor allem eine konsequente Stärkung des Herz-Kreislauf-Systems erwiesen: Ein regelmäßiges Ausdauertraining an der frischen Luft verringert die Sensibilität für Luftdruckschwankungen. Wissenschaftler haben festgestellt, dass starke Symptome der Wetterfühligkeit in erster Linie bei Menschen auftreten, die sich überwiegend in klimatisierten Büros und geheizten Räumen aufhalten. Ihrem Körper fehlt dadurch der enge Kontakt zur Witterung – er weiß nicht mehr, wie er mit atmosphärischen Veränderungen umgehen soll. Wer hingegen Wind und Wetter nicht scheut und auch bei Regen, Kälte oder Nebel vor die Tür geht, trainiert die Anpassungsfähigkeit des Körpers.
Wechselduschen erhöhen die Widerstandskraft
Auch gezielte Kältereize stärken die Widerstandskraft bei schnellen Wetterumschwüngen. Bewährt haben sich vor allem Wechselduschen, kalte Güsse und Kneipp-Bäder. Günstig sind außerdem eine gesunde Ernährung mit leichter und vollwertiger Kost, der Verzicht auf Zigaretten sowie ein nur mäßiger Alkoholkonsum. Als sehr nützlich gilt darüber hinaus gezielte Entspannung. Yoga, Qigong oder autogenes Training stärken das seelische Gleichgewicht und verringern die Sensibilität für Klima-Kapriolen.
Zusätzlich helfen natürliche Mittel. Als besonders wirksam bei Wetterfühligkeit gilt das ätherische Öl der Melisse: Sie stabilisieren das empfindliche vegetative Nervensystem. Wie eine aktuelle Studie ergab, kann die Melisse bei den meisten Betroffenen die Symptome der Wetterfühligkeit deutlich lindern.
