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| Truw |
Wenn das Essen wie ein Stein im Magen liegt oder Blähungen verursacht, liegt das meistens an einer gestörten Fettverdauung. Natürliche und sanfte Mittel können die lästigen Beschwerden lindern. Wenn es draußen bald wieder nass und frostig wird, möchten wir es wenigstens drinnen nett und gemütlich haben: In der kalten Jahreszeit bereitet es besonders viel Spaß, Verwandte und Freunde einzuladen, gemeinsam zu kochen und nach Herzenslust zu schlemmen. Außerdem stehen nun wieder diverse Anlässe vor der Tür, zu denen traditionell gut und deftig gespeist wird: Erntedank, Halloween, St. Martin, die Adventszeit, Weihnachten ...
Im Herbst und Winter essen fast alle Menschen mehr, üppiger, süßer. Was Gaumen und Seele schmeichelt, belastet aber nicht selten den Magen – viele Bundesbürger leiden immer wieder unter Völlegefühl, Blähungen oder Druckschmerzen im Bauch. Diese „Schwerverdauung“ führt schließlich dazu, dass man reichhaltige Festmahlzeiten gar nicht mehr richtig genießen kann.
Störfaktor Fett
Zu den Hauptursachen für Verdauungsbeschwerden zählt der hohe Fettgehalt in vielen Mahlzeiten. Fett sorgt zwar einerseits für den guten Geschmack, ist aber andererseits schwer abbaubar: Fettreiche Nahrungsmittel verzögern die Verdauung. Das Essen bleibt daher wie ein Stein im Magen liegen. Größere Portionen haben dann schnell ein unangenehmes Völlegefühl zur Folge.
Hinzu kommt, dass es unserem Organismus mit zunehmendem Alter immer schwerer fällt, die Nahrungsfette zügig und vollständig abzubauen. Schon im vierten Lebensjahrzehnt lässt die Produktion der Gallenflüssigkeit allmählich nach. Mangelt es jedoch im entscheidenden Moment an Galle, können die Fette im Dünndarm nicht aufgespalten werden – die Verdauung gerät ins Stocken. Es kommt zum „Fettstau“ mit den typischen Symptomen Völlegefühl, leichte Übelkeit, Bauchdruck und Blähungen.
Langsam essen, gründlich kauen
Verdauungsbeschwerden können die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Wer öfter darunter leidet, sollte deshalb etwas dagegen tun, um gutes Essen wieder richtig genießen zu können. Sehr wichtig ist es, sich bei allen Mahlzeiten genügend Zeit zu nehmen: Essen Sie langsam, und kauen Sie die Speisen sorgfältig und gründlich.
Versuchen Sie darüber hinaus, Ihre Mahlzeiten jeden Tag etwa um die gleiche Uhrzeit einzunehmen. Dadurch gewöhnen sich die Verdauungsorgane an einen bestimmten Rhythmus; sie können dann effektiver und gleichmäßiger arbeiten. Essen Sie außerdem abends nicht zu spät. Der Abstand zur Nachtruhe sollte mindestens drei Stunden betragen.
Schnaps stört den Fettabbau
Nach dem Essen sollten Sie nicht direkt in den Sessel sinken, sondern nach Möglichkeit an die frische Luft gehen. Denn leichte Bewegung regt auch die Darmtätigkeit an. Schon ein kleiner Spaziergang nach jeder Hauptmahlzeit kann zu einer Linderung der Verdauungsbeschwerden beitragen. Auch wenn’s schwerfällt: Verzichten Sie möglichst oft auf den Verdauungsschnaps. Der „Absacker” hilft nämlich nicht bei fettem Essen. Zwar sorgen Obstler, Cognac oder Korn zunächst für Erleichterung und ein wohliges Gefühl im Bauch. Das liegt jedoch daran, dass der Alkohol sofort ins Blut übergeht und damit auch ins Gehirn gelangt. Dort legt er unter anderem einige Nerven lahm und betäubt so das Völlegefühl und Magendrücken – eine trügerische Erleichterung.
Eine wesentlich bessere natürliche Verdauungshilfe sind bewährte Arzneipflanzen wie zum Beispiel die Indische Gelbwurz (Curcuma longa).
Pflanzenkraft für die Verdauung
Hoch dosierte Extrakte in Kapseln aus der Apotheke wirken gleich zweifach gegen die Beschwerden bei gestörter Fettverdauung: Gelbwurz regt die Produktion der Gallenflüssigkeit an und die in Curcuma-Extrakt enthaltenen ätherischen Öle wirken beruhigend und entblähend auf den gereizten Darm.
Um eine optimale Wirkung zu entfalten, sollte Curcuma vor den Mahlzeiten eingenommen werden. Bei regelmäßiger Anwendung können Gelbwurz-Extrakte auch die Blutfettwerte günstig beeinflussen. Außerdem sind sie in der Lage, schädliche freie Radikale zu neutralisieren.