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02.05.08 08:57

Selbstmedikation - Arzneimittel in der Schwangerschaft

MEV
Ob Schnupfen oder Sodbrennen, Kopfschmerzen oder Verstopfung – in der Schwangerschaft sind Befindlichkeitsstörungen keine Seltenheit. Doch ohne Rücksprache mit dem Arzt und Apotheker dürfen werdende Mütter nicht ins Arzneischränkchen greifen! Selbst robusten Zeitgenossinnen kann es passieren, dass sie während der Schwangerschaft krank oder von Beschwerden geplagt werden. Vor allem morgendliche Übelkeit, Sodbrennen, Verstopfung, Schlafstörungen und Kopfschmerzen machen vielen werdenden Müttern zu schaffen. Bei manchen sind die Beschwerden so stark, dass sie auf Arzneimittel angewiesen sind. Die gute Nachricht: Es gibt eine Reihe von Medikamenten, die im Akutfall auch in der Schwangerschaft eingenommen werden dürfen.


Vorsicht walten lassen


Auf der andere Seite gilt jedoch: Grundsätzlich sollten Schwangere nicht auf eigene Faust zu Arzneimitteln greifen – ganz gleich, ob es sich um pflanzliche oder chemische Präparate handelt. Denn manche Mittel aus der Hausapotheke, die unter normalen Umständen problemlos eingesetzt werden, können das Ungeborene ernsthaft gefährden, im schlimmsten Fall sogar zu Fehlbildungen oder einer Frühgeburt führen. Besonders in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten, wenn sich die Organe des Babys entwickeln, ist ein sehr zurückhaltender Umgang mit Arzneimitteln erforderlich.


Das Baby schluckt mit


Der Grund leuchtet schnell ein: Jedes Mal, wenn die werdende Mutter zum Arzneimittel greift, wird das Ungeborene mitbehandelt. Schon deshalb sollten Schwangere zweimal überlegen, ob die Kopfschmerztablette oder der Einschlafhelfer wirklich notwendig sind. Wenn Medikamente tatsächlich erforderlich sind, sollten sie nur kurzzeitig zum Einsatz kommen und möglichst nur einen Wirkstoff enthalten. Erlaubt sind nach vorheriger Rücksprache mit dem Arzt und Apotheker unter anderem:


• Paracetamol gegen Fieber und Schmerzen;


• Kochsalzlösungen bei verstopfter Nase;


• Salben und Balsame mit ätherischen Ölen (in niedriger Konzentration) gegen


   Erkältungsbeschwerden;


• bestimmte säurebindende Arzneien (Antazida) bei sehr starkem Sodbrennen;


• Salben und Zäpfchen mit dem Wirkstoff Clotrimazol gegen vaginale Pilzinfektionen;


• Baldrian- und Hopfenpräparate als Trockenextrakte gegen ausgeprägte Schlafstörungen.


Sanfte Helfer bei Beschwerden


Bei leichteren Befindlichkeitsstörungen und banalen Infekten helfen oft schon bewährte Hausmittel oder eine Umstellung der Lebensgewohnheiten. Und das ganz ohne Risiken und Nebenwirkungen für das ungeborene Kind.


Hier einige Tipps:


Sodbrennen: Erhöhen Sie das Kopfende des Bettes, essen Sie etwa drei Stunden vor dem Zubettgehen nichts mehr und verzichten Sie auf fette, üppige Mahlzeiten. Gut zu wissen: Milch kann die Magensäure neutralisieren, während Kaffee, Schokolade und Obstsäfte das Gegenteil bewirken.


Verstopfung: Ernähren Sie sich ballaststoffreich, bewegen Sie sich regelmäßig und greifen Sie zu natürlichen Verdauungshelfern wie Leinsamen oder Flohsamen aus der Apotheke. Achtung: Dazu müssen Sie viel trinken!


Rückenschmerzen: Gönnen sie sich ein Entspannungsbad und leichte Massagen.


Kopfschmerzen: Reiben Sie Schläfen und Stirn mit Minzöl ein, machen Sie einen Spaziergang an der frischen Luft.


Schlafstörungen: Entspannen Sie in einem Heublumen- oder Lavendelbad, achten Sie auf einen regelmäßigen Schlafrhythmus und trinken Sie vor dem Zubettgehen eine Tasse warme Milch.

02.05.08 08:57
Quelle: Ratgeber aus Ihrer Apotheke

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