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06.05.08 15:19

Diabetes - Es kommt nicht auf das Alter an

Abnehmen und dabei das Richtige essen und trinken ist die beste Empfehlung für Menschen mit Typ-2-Diabetes. So können Sie um viele Gesundheitsprobleme als Folge der Erkrankung einen großen Bogen machen.


Altersdiabetes – ein irreführender Begriff. Vielleicht war an der missglückten Namensgebung die Tatsache schuld, dass mit zunehmendem Lebensalter die Diabetes- Tendenz steigt. So leiden bereits 20 Prozent der über 70jährigen an der späten Krankheit. An Insulin, jenem Hormon, das zur Umwandlung von Zucker in Energie beiträgt, mangelt es den Diabetikern vom Typ II nicht immer. Ja, oft stellt die Bauchspeicheldrüse Insulin in Hülle und Fülle her, nur leider verspätet, und der Organismus spricht nur ungenügend auf die Hormonreize an.


Ein Feind, der im Verborgenen schlummert


Blut reichert sich an überschüssigen Zucker an, der schließlich auch in den Urin übertritt. Die Ursache des ganzen Malheurs ist ein vererblicher genetischer Fehler. Zuviel Körpermasse, mangelnde Bewegung und falsche Ernährung begünstigen nach Kräften den Ausbruch der Krankheit. Heimtückisch ist Diabetes II hauptsächlich deshalb, weil er viel zu spät erkannt wird. Oft erst, wenn sich schwere Durchblutungsstörungen, Herzkrankheit oder Unregelmäßigkeiten der Nierenfunktion einstellen. Sechs- bis achtmal häufiger als Gesunde sind Diabetiker von Herzinfarkt und Schlaganfall betroffen. Erste Sofortmaßnahme, um die drohende Gefahr einzudämmen, lautet Abnehmen. Versuchen Sie, sich allmählich Ihrem Normalgewicht zu nähern und es zu halten. Denken Sie jetzt um Himmels willen nicht an geschmacklose Magerkost, mit der Sie unter Qualen die überflüssigen Pfunde verlieren müssen. Im Gegenteil: Eine vernünftige Diabetikerkost soll fettarm, vollwertig, reich an Vitaminen und Mineralstoffen und vor allem so schmackhaft und vielseitig sein, dass sich nicht nur der Diabetiker, sondern die ganze Familie die Finger danach leckt.


Jetzt sind Sie dran


Einzig tabu sind Zucker und Honig, aber die lassen sich problemlos durch Süßstoffe und Zuckeraustauschstoffe ersetzen. Am besten lassen Sie sich von Ihrem Arzt eine spezielle Diabetes-Diät empfehlen (siehe auch unser Buch-Tipp). Denn bei einer Diät muss oft auch die Insulintherapie vom behandelnden Arzt oder Diabetesberater angepasst werden. Bei einer Gewichtsabnahme verändert sich Ihr Insulinbedarf teilweise erheblich, und dann sollten Sie ihn in jedem Fall korrigieren. Häufig kann die Tablettenmenge von Sulfonylharnstoffen und anderen blutzuckerregulierenden Medikamenten während der Diät halbiert werden.   

06.05.08 15:19
Quelle: Fit + 50 5/2007

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