
Das ist die Krönung: Nachdem wir jahrelang nur mit schlechtem Gewissen dem Kaffeegenuss gefrönt haben, liegen nun neue Studien vor. Und die besagen: Kaffee, in Maßen genossen, schützt vor vielen Krankheiten! In den 73 Milliarden Tassen, die die Deutschen jährlich trinken, stecken nicht nur 100 mg Koffein pro Tasse, sondern Kaffee verfügt offenbar auch über ein ganzes Arsenal von wohligen Wirkungen.
Die Blockade des Müdemachers Adenosin im Gehirn ist nur eine davon. Darüber hinaus steigert er den Kalorienverbrauch, schlägt dabei selbst mit null zu Buche. Eine australische Studie zeigt, dass sich die Leistungsfähigkeit von Radsportlern bereits nach kleinen Mengen um ein Drittel steigert. Kaffeetrinker haben seltener Asthma, Heuschnupfen, Karies oder Gallensteine. Was Kaffee sonst noch kann? Die erstaunliche Wirkung der Kaffeebohne Gehirn Für die grauen Zellen ist Kaffee die perfekte Starthilfe für den Tag: Die Gehirndurchblutung wird gesteigert – und damit die Konzentration. Auch die Reaktionsgeschwindigkeit und die Aufnahmebereitschaft des Geistes nehmen zu. Die anregende Wirkung setzt nach zirka 20 bis 60 Minuten ein und hält dann etwa 4 bis 6 Stunden an. Auch seelische Verstimmungen werden gelindert.
Herz
Das Vorurteil, dass Kaffee Gift für Herz und Kreislauf sei, scheint falsch – zumindest bei gesunden Genießern. Laut Studien stieg bei ihnen das Risiko für Herzprobleme nicht an. Gesichert ist dagegen die anregende Wirkung für den Kreislauf. Den besten Effekt erzielt derjenige, der das Koffein in kleinen Dosen über den Tag verteilt zu sich nimmt statt in einem großen Becher am Morgen. Diabetes Wer an keinem Coffeeshop vorbeigehen kann, ohne einzukehren, hat eine gute Begründung: Männer, die pro Tag sechs Tassen trinken, werden nur halb so oft zuckerkrank wie Kaffeeverächter.
Bei Frauen sinkt das Risiko um 30 Prozent. Das belegt eine neue Studie der Harvard Medical School in Boston. Niederländische und finnische Forscher bestätigen diesen Effekt. Leber Auch die Leber freut sich: Wissenschaftler in Bethesda konnten an 6000 Patienten mit einem hohen Risiko für Leberschäden belegen, dass sie besser geschützt sind, wenn sie täglich mehr als 49 mg Koffein zu sich nehmen – selbst dann, wenn sie Hepatitis hatten. Außerdem kann die in Kaffee enthaltene Chlorogensäure möglicherweise Dick-darm- und Leberkrebs vorbeugen.
Blutdruck
Dem niedrigen Blutdruck am Morgen macht der Kaffee Beine: Der Herzschlag steigt, die Atmung wird beschleunigt – selbst bei der koffeinfreien Variante. Vorsicht: Aus dem gleichen Grund sollten Menschen mit hohem Blutdruck auf Kaffee verzichten!

