Was ist Yoga ? Teil V - Kundalini Yoga

Wellness-Techniken der Neuzeit : Yoga Teil V


Wellness-Techniken der Neuzeit : Kundalini -  hinter diesem magischen Zauberwort verbirgt sich  die geistige Kraft oder Lebenskraft, die in jedem Menschen ruht. In der Serie Wellness-Techniken der Neuzeit stellt der Ratgeber für Wellness und Gesundheit u.a. die verschiedenen Arten von Yoga vor. Kundalini Yoga birgt in sich allerdings lebensbedrohende Gefahren. Das musste auch der Regierungsbeamte Gopi Krishna erfahren.

Gopi Krishna (1903-1984)Der indische Regierungsbeamte
Gopi Krishna (1903-1984) führte ein normales Leben wie viele Berufstätige in Indien. Er war verheiratet und Vater von drei Kindern. In seinen Musestunden meditierte er. Eines Morgens, Weihnachten 1937 sass er wie gewöhnlich mit gekreuzten Beinen und meditierte, seine Aufmerksamkeit fest auf eine imaginäre Lotusblüte gerichtet, die in hellem Licht erstrahlte. Er fühlte plötzlich einen Strom flüssigen Lichts, tosend wie ein Wasserfall, durch Gehirn und Wirbelsäule einfliessen, „ich fühlte wie der Punkt meines Bewußtseins, der ich selber war, immer größer und weiter wurde und von Wellen des Lichts umgeben war. Immer weiter breitete es sich nach außen hin aus... Ich war jetzt reines Bewußtsein, ohne Körperlichkeit, in ein Meer von Licht getaucht....“, Gopi Krishna

Was war geschehen? In Gopi Krishna wurden Kräfte erweckt, die in der Theorie des Yoga als Kundalini bekannt sind. „Kundalini  ist in der Tradition des Yoga eine göttliche Kraft, die dem Menschen innewohnt. Die für den Yoga relevanten Hauptaspekte des Menschen sind Bewußtsein, mythologisch-philosophisch Shiva als höchster Bewußtseinsaspekt des Menschen (alle anderen Bewußtseinszustände werden als getrübt oder traumhaft bezeichnet), und die Lebenskraft (eine schöpferische magische Kraft), genannt Shakti, deren aktivste Erscheinung die Kundalini ist, die als solche auch Kundalini-Shakti genannt wird.“


Von Kundalini und  der Kraft, die das Kundalini auslösen konnte, wusste Gopi Krishna nichts. Er war sich auch der Gefahren nicht bewusst, die diese Kraft in ihm anrichten konnte. Es gibt wenig Literatur zu diesem Thema, über die er sich informieren konnte, da diese Erscheinung offenbar wenigen vorbehalten ist. Er stellte fest, dass sich sein Gesundheitszustand rapide verschlechterte. Keiner der Ärzte, die er aufsuchte, konnte ihm helfen.

In mehreren autobiographischen Schriften hat Gopi Krishna seine lebensbedrohlichen Erfahrungen sehr detailliert niedergeschrieben. Auch der Physiker und Philosoph
Carl Friedrich von Weizsäcker hat sich in seinem Buch Die biologische Basis der religiösen Erfahrung mit Gopi Krishna beschäftigt. Aufgrund seiner Erfahrungen lehnte es Gopi Krishna stets ab, Kundalini Yoga zu lehren.


 


Die Theorie des Yoga besagt, dass es in unserem Körper sogenannte Energie-Zentren, so wie sie auch die Akkupunktur kennt, gibt. Die Inder bezeichnen diese Energiekanäle als Nadis. Sie können auch als Pendant zu den chinesischen Meridianen gesehen werden. Der Zentralkanal im Rückenmark heisst Sushumna, links davon fliesst die Ida, rechts die Pingala. Unterbrochen werden diese Energie-Kanäle von sogenannten Chakren, zu deutsch Knoten. Dabei unterscheidet man sieben Primärchakren und 18 Sekundär-Chakren.

Die lebensbedrohenden Störungen bei Gopi Krishna traten auf, weil er zum Zeitpunkt des Erweckens der Kundalini trotz Meditation kein ausgeglichener Mensch war. Die auftretenden Störungen sind dieser Ursache zuzuschreiben. Es gibt heutzutage eine Vielzahl von Kundalini Yoga Angeboten. Jeder sollte es sich jedoch genau überlegen, ob er sich von vielen Lehrern mit Halbwissen dieser Richtung hinwendet.


Übersetzungen aus der "Hatha Yoga Pradipika", welche die Bedeutung des Atmens, die Erweckung der Kundalini und die wichtigsten Nadis in ihrer zusammenfassenden Bedeutung für den Yoga bringen.
(Aus: "The Hatha Yoga Pradipika", translated into English by Pancham Sinh, Munshiram Manoharlal Publishers PVT. LTD, New Delhi, 2nd Ed. 1975)

Ida wird die Göttin Ganges genannt, Pingala als Göttin Yamuna. In der  Mitte von Ida und Pingala ist die noch kindhafte Witwe Kundali.


 




Ida wird die Göttin Ganges genannt, Pingala als Göttin Yamuna. In der  Mitte von Ida und Pingala ist die noch kindhafte Witwe Kundali.







Die schlafende Sie-Schlange (gemeint ist die Kundalini) sollte erweckt werden, indem man ihren Schwanz zu fassen bekommt. Durch die Kraft des Hatha verläßt die Shakti (andere Bezeichnung für Kundalini) ihren Schlafplatz und begibt sich nach oben

Die Sie-Schlange befindet sich im Muladhar (Wurzelchakra). Sie sollte gefangen werden und täglich bewegt werden, morgends, abends auf eine halbe Stunde durch Luftzufuhr über Pingala, mit Hilfe der Paridhana Methode.





Die Sie-Schlange befindet sich im Muladhar (Wurzelchakra). Sie sollte gefangen werden und täglich bewegt werden, morgends, abends auf eine halbe Stunde durch Luftzufuhr über Pingala, mit Hilfe der Paridhana Methode.  (gemeint ist die Sushumna aufwärts).

Lesen Sie auch:
Maharishi Mahesh YogiWas ist Yoga ? Teil VI - Maharishi Mahesh Yogi Klicken Sie auf den Text, um zu nächsten Folge zu kommen


 


 


Empfohlene Literatur:
Krishna, Gopi + Weizsäcker, Carl Friedrich von
Die biologische Basis der religiösen Erfahrung
Weilheim: O.W. Barth, 1973 

Krishna, Gopi
Kundalini
Weilheim: O.W. Barth, 1968



Links zu Kundalini Yoga
http://www.paranormal.de/para/ballabene/chakra/chakraind.htm
http://www.sphinx-suche.de/lexeso/kundali.htm
http://www.paranormal.de/para/ballabene/meditation/akchak/kund2.htm
http://www.benno-meyer.de/phaenome.htm





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