1. Volk
Der Begriff Volk ist ein Pauschalbegriff zur Bezeichnung einer bestimmten Bevölkerungsgruppe mit einem bestimmten Kulturraum. In der wissenschaftlichen und politischen Diskussion gibt es keine einheitliche Wertung des Begriffs. Davon zu unterscheiden ist der Begriff der Volksgruppe, die je nachdem einer Mehr- oder Minderheit des Volkes angehört. Die UNESCO definiert Volk als Menschengruppe mit gemeinsamen körperlichen, sprachlichen und kulturellen Merkmalen. Vor allem seit Herder und den Romantikern ist der Begriff Volk ein wertgeladener, mit dem die heutige Ethnologie wenig anzufangen weiß. Man spricht deshalb heute unter dem Einfluß der französischen Ethnosoziologie mehr von ethnie und meint damit "eine natürliche Gruppierung, für deren Abgrenzung alle menschlichen Kennzeichen, seien es somatische, sprachliche oder kulturelle in Betracht kommen".

Ballhaus
Zählte der Kontinent 1750 noch ca. 130 Millionen Einwohner, so waren es 1850 bereits 266 und am Vorabend des 1.Weltkriegs bereits 468 Millionen Menschen. Innerhalb der Grenzen des Deutschen Reiches von 1871 lebten um 1750 ca. 17 Millionen Menschen. 1850 waren es bereits 35,4 Millionen und um 1900 56,4 Millionen. Die Idee der Nation folgte dem Ruf der Umwertung aller Werte aus dieser Zeit, indem alte mythologische Bindungen an überholte staatliche Strukturen ersetzt wurden durch die auf Sprache und Geschichte beruhende Idee der Einheit des Volkes. Zusätzlich gewann durch den zahlenmäßigen Zuwachs des vierten Standes der Mythos der Klasse an Bedeutung, der in Konkurrenz zur Idee der Nation stand. Unter Nation wird eine Art "urwüchsige" Lebensgemeinschaft verstanden, der ein "natürliches" Recht auf ein eigenes politisches Gemeinwesen, auf politische Selbstbestimmung oder Souveränität zukommt.
Der Soziologe Max Weber sieht in diesem Begriff "im Sinne derer, die ihn gebrauchen, zunächst unzweifelhaft: daß gewissen Menschengruppen ein spezifisches Solidaritätsempfinden anderen gegenüber zuzumuten sei". Er schränkt allerdings ein, daß "weder darüber (...),wie jene Gruppen abzugrenzen seien, noch darüber, welches Gemeinschaftshandeln aus jener Solidarität zu resultieren habe", eine Übereinstimmung herrscht. Der Mangel an Homogenität und Übereinstimmung konnte deshalb oft nur mit bestimmten Ideologien und Zwangsgewalt kompensiert werden.
3. Rasse
Der Begriff Rasse spielt vor allem in der bio-anthropologischen Forschung eine große Rolle. Die neuere Forschung, inzwischen um objektivere Kriterien des Rassebegriffs bemüht, geht mittlerweile von

Houston Stewart Chamberlain
4. Raum
Der Lebensraum des deutschen Volkes hat sich, wie wir in der Einleitung gehört haben, nie mit dem politisch beherrschten Raum der deutschen Geschichte gedeckt. Auch waren die durch die damaligen Großmächte garantierten territorialen Rechte der deutschen Fürsten eine bewußte Strategie europäischer Gleichgewichtspolitik. Ein einiges Deutschland paßte nicht in dieses Konzept, das das europäische Gleichgewicht empfindlich gestört hätte. Die sich aus den Freiheitskriegen gegen die französische Okkupationsmacht entwickelnde Nationalidee war deshalb
immer gekoppelt mit der Idee eines großdeutschen Raumes. Deutsche Siedler waren vielen Territorialstaaten in der Vergangenheit willkommen gewesen und waren, bevor völkische und nationale Ideen an Bedeutung gewannen, kein Problem für diese Staaten. Erst die später auf Expansion deutschen Lebensraum Richtung Osten ergänzte Strategie der Völkischen trieb einen verhängnisvollen nationalen Keil zwischen slawischen Volksgruppen und deutschen Minderheiten.












