Hautkrankheit mit seelischen Nebenwirkungen
Dieser Situation waren schon viele hilflos ausgeliefert: Man hat ein wichtiges Date – vielleicht das Wichtigste im Leben – und ausgerechnet jetzt prangt ein riesiger Pickel mitten im Gesicht! Einzelne Pickel kann man meistens weitestgehend ausmerzen, aber was tun, wenn sich die Unreinheiten zu einem Meeting versammelt haben? Das Spurenelement Zink kann helfen, derartige unerwünschte Treffen aufzulösen; Zink ist hilfreich bei Rötungen und Pickeln, insbesondere dann, wenn es kurmäßig über mehrere Monate eingenommen wird.
Die häufigste Hautkrankheit in den Industrienationen ist Akne. 70 % bis nahezu 90 % aller Jugendlichen leiden – mehr oder weniger – darunter. Bei Männern ist die Akne häufig stärker ausgeprägt. Bei 2 % bis 7 % der Aknepatienten wird eine zumindest zeitweise schwere Akne mit Narbenbildung diagnostiziert. Bei 10 % kann die Akne über das 25. bis zum 40. Lebensjahr hinaus bestehen bleiben. Akne kann durch Medikamente ausgelöst werden bzw. sich verschlechtern. Ebenso sollen Ernährungsfaktoren und bei Frauen auch der Menstruationszyklus sowie die Schwangerschaft die Entwicklung der Akne beeinflussen. Möglicherweise sind auch klimatische Einflüsse, UV-Strahlung und andere Umweltfaktoren beteiligt.
Narben nicht nur auf der Haut
Durch Manipulation an der entzündeten Haut und nach dem Abheilen der Knoten können Narben zurückbleiben. Der Grad der Vernarbung hängt vom Ausmaß und der Tiefe der Entzündung ab. In der Mehrheit der Fälle handelt es sich um die so genannte „physiologische Akne“, die nicht ärztlich behandelt werden muss. In ca. 15 % - 30 % der Fälle liegt die so genannte „klinische Akne“ vor, die eine medikamentöse Behandlung und ärztliche Betreuung erfordert. Schwere Akne im Gesicht kann sich beruflich und privat sehr nachteilig auswirken. Die enorme psychische Belastung, die dadurch entsteht, darf gerade in der schwierigen Phase der Pubertät nicht unterschätzt, sondern sollte bei der Behandlung unbedingt berücksichtigt werden.
Chemisch-glatte Haut
Bei milder Akne werden meist Salben verwendet (Benzoylperoxid, Tretinoin, Antibiotika). Bei schwereren Formen kommen eher orale Antibiotika zum Einsatz. Bei Frauen kann auch eine bestimmte „Pille“ die Akne zur Abheilung bringen. In besonders schweren Fällen wird Akne mit Isotretinoin behandelt. Das Vitamin A-Präparat stellt zwar eine wirksame Substanz bei der Bekämpfung der schweren Akne dar, das Mittel kann jedoch schwere Nebenwirkungen zur Folge haben: Es ist extrem Frucht schädigend und darf daher unter keinen Umständen während einer Schwangerschaft gegeben werden. Nach Beendigung der Therapie muss eine Schwangerschaft unbedingt mindestens einen Monat lang - besser sechs Monate - vermieden werden.
Damit die Haut nicht aufblüht
Da Haut und Haare auf das Spurenelement Zink angewiesen sind und sich angeborene sowie erworbene Zinkmangelzustände deshalb unter anderem in Veränderungen der Haut und der Hautanhangsorgane manifestieren, kann Akne durch eine längerfristige Zinktherapie günstig beeinflusst werden. Als Wirkmechanismus wird die Beteiligung von Zink an entzündungshemmenden Prozessen erforscht.
Die Zufuhr von Zink über die Nahrung reicht oft nicht aus; in den meisten industriell gefertigten und hoch gereinigten Lebensmitteln fehlt das wichtige Spurenelement Zink. Deshalb empfiehlt sich die Einnahme von Magen schonenden Zinktabletten (erhältlich in der Apotheke). Diese sollten am besten als Zink-Aspartat über mindestens einen Zeitraum von drei Monaten eingenommen werden.







