Eine aktuelle Studie von Prof. Köpcke von der Universität Münster bestätigt die Sicherheit von hoch dosiertem Vitamin E in der Rheuma- und Arthrosetherapie
Rheumatische Gelenkbeschwerden werden in der Regel mit kortisonhaltigen Medikamenten und Schmerzmitteln (sog. NSAR) behandelt. Vitamin E pflanzlichen Ursprungs wird als sanfte Alternative oder Ergänzung zu chemischen Schmerzmitteln eingesetzt. Laut einer aktuellen Studie von Prof. Dr. Wolfgang Köpcke gilt das auch weiterhin.
Was macht Vitamin E bei Rheuma und Gelenkbeschwerden?
Bei rheumatischen Entzündungen in den Gelenken, werden vermehrt schädliche, so genannten Freie Radikale gebildet. Können diese nicht schnell genug abgebaut werden, verschlimmert sich die Entzündung. Vitamine E ist in der Lage, die schädigenden freien Radikale deutlich zu vermindern. In zahlreichen wissenschaftlichen Studien konnte aufgezeigt werden, dass pflanzliches Vitamin E in höherer Dosierung erfolgreich gegen die Beschwerden eingesetzt werden kann. So lassen sich nebenwirkungsreiche Schmerzmittel merklich reduzieren. Zu beachten ist aber, dass es sich um pflanzliche Präparate aus der Apotheke handelt, die in optimaler Dosierung und geprüfter Arzneimittelqualität vorliegen.
Veröffentlichung sorgte für Verunsicherung
In jüngster Zeit sorgte eine Veröffentlichung aus den USA unter den Verwendern von Vitamin E für reichlich Verunsicherung. Die so genannte Meta-Analyse sprach von gesundheitlichen Bedenken durch die Einnahme von Vitamin E. Eine aktuelle Studie zeigt aber, dass die Schlussfolgerungen der Meta-Analyse nicht haltbar sind.
Entwarnung für verunsicherte Verbraucher
Für viele Rheuma-Patienten, welche mit hoch dosiertem Vitamin E sehr gute Erfahrungen gemacht hatten, kann aufgrund einer aktuellen Studie Entwarnung gegeben werden. Prof. Dr. Wolfgang Köpcke, Leiter des Instituts für Medizinische Informatik und Biomathematik der Universität Münster, hat die Meta-Analyse eingehend untersucht und widerlegt. Er kommt zu dem eindeutigen Ergebnis, dass die Schlussfolgerungen seines amerikanischen Kollege aufgrund der Meta-Analyse nicht haltbar sind. Gute Nachrichten also für rheumageplagte Verwender von Vitamin E und eine Bestätigung, dass die Reduktion von Schmerzmitteln durch die zusätzliche Gabe von Vitamin E eine wichtige Therapieergänzung bleibt.
Quelle: Köpcke, W., Gerß, J., Biometrische Stellungnahme zur Arbeit von Miller et al., Münster 11.02.2005 (zur Publikation vorgesehen)







