Medikamentöse Maßnahmen:
- Präparate aus Bärentraubenblättern wirken "harnwegsdesinfizierend", es ist jedoch darauf zu achten, dass der pH-Wert des Urins während der Behandlung alkalisch ist. Dies ist z.B. bei vegetarischer Ernährung der Fall oder kann durch die Einnahme alkalisierender Substanzen erreicht werden.
- Präparate aus Orthosiphonblättern oder anderen Pflanzenextrakten wirken harntreibend und fördern die Durchspülung der Harnwege. Dabei ist es wichtig, viel zu trinken.
- Bei stärkeren Beschwerden wird der Arzt in der Regel ein Antibiotikum verordnen. Da Antibiotika die natürliche Darm- und Schleimhautflora stören, kann die Einnahme von Probiotika (z.B. Lactobacillen haltige Joghurts) sinnvoll sein. Solche Präparate gibt es auch in Zäpfchenform zum Einführen in die Scheide.
- Starke Beschwerden beim Wasserlassen können mit Butylscopolamin (s. Blähungen), starke Schmerzen mit Paracetamol behandelt werden.
Wichtige Hinweise:
Lassen Sie sich von Ihrem Arzt oder Apotheker bei der Auswahl und Anwendung des Medikaments beraten und beachten Sie die Gebrauchsinformation!
Medikamente nicht ohne ärztlichen Rat während Schwangerschaft und Stillzeit oder bei Säuglingen und Kindern anwenden!
