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Wie kommt es zu einem Blutdruckabfall?

Der Blutdruck ist keine feststehende Größe, sondern wird vom Herzzeitvolumen, d.h. der Schlagkraft des Herzens und dem Widerstand in den Blutgefäßen den momentanen Bedürfnissen angepasst. Verändert man die Körperlage z.B. vom Liegen zum Stehen, so sackt ein Teil des Blutvolumens in den Beinvenen ab, was der Organismus durch eine Erhöhung des Widerstandes in den Gefäßen und einer Zunahme der Herzfrequenz Pulsschlag) wieder ausgleicht. Ist diese Gegenregulation gestört, so kann es zu einer Minderdurchblutung des Gehirns und damit zu einer Ohnmacht kommen. In diesem Fall spricht man von einer orthostatischen Dysregulation. Dies kommt besonders häufig in warmer bzw. schwüler Umgebung vor oder wenn der Körper durch anstrengende sportliche Betätigung überhitzt wurde (s. Sonnenstich). Unzureichende Flüssigkeitszufuhr, Flüssigkeitsverluste durch Durchfälle und/oder Erbrechen, Infektionen, bestimmte Medikamente (z.B. blutdrucksenkende Arzneimittel, tricyclische Antidepressiva), schwer belastende Stresssituation, Schmerz oder Alkohol können ebenfalls solche Dysregulationen auslösen.