Was ist Jet Lag?
Diese Bezeichnung beschreibt allgemein die Anpassungsschwierigkeiten an den neuen Tagesablauf, die ein Organismus nach einer raschen Reise über mehrere Zeitzonen erleidet. Ist beispielsweise die innere Uhr im langfristigen Biorhythmus auf Schlafen eingestellt, verschwindet das Tageslicht und werden die Körperfunktionen gedrosselt, dann ist bei einem plötzlichen Aufenthalt in anderen Zeitzonen womöglich gerade Morgenzeit, die die höchste Aktivität erfordert. Die aufgehende Sonne signalisiert, das eine körperliche Hochleistungsphase beginnt. Diese Diskrepanz von innerer Uhr und äußeren Signalgebern kann die regulären körperlichen Funktionen erheblich stören (wie übrigens auch bei manchen untrainierten Nachtschicht-Arbeitern). Die Folge sind die oben bereits genannten allgemeinen Beschwerden und oftmals auch Appetitmangel und Stuhlgangprobleme. In Untersuchungen ist nachweisbar, dass diese Beschwerden keineswegs "eingebildet" sind, sondern tatsächlich auf organischen Veränderungen beruhen. So gibt es beispielsweise Veränderungen in der Hormonausschüttung und in der Nervenerregbarkeit. Die Anpassung dauert im Allgemeinen drei bis fünf Tage - auch ein Grund, weshalb Kurzurlaube in fernen Ländern meist weniger erholsam sind als Mindestaufenthalte von 2 Wochen. Bereits bei Zeitverschiebungen von zwei Stunden gibt es für 24 Stunden derartige Anpassungsprobleme.
