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Erkrankungen des äußeren Ohrs: Otits externa

Der Gehörgang ist mit einer feinen Zellschicht ausgekleidet, im äußeren Drittel befinden sich auch Haare und Drüsen, die Ohrschmalz produzieren. Das Ohrschmalz dient zur Reinigung und zum Schutz des Gehörgangs und sollte daher nicht entfernt werden, es sei denn die Menge ist so groß, dass ein Pfropf gebildet wird, der zum Verschluss des Gehörgangs führt. In den Gehörgang, z.B. beim Duschen oder Haare waschen eingedrungenes Wasser wird meist von selbst durch Kopfbewegungen entfernt. Die Restfeuchtigkeit verdampft normalerweise, da der Gehörgang mit 37°C der Kerntemperatur des Körpers entspricht. Wird der Gehörgang längerer Zeit Feuchtigkeit ausgesetzt, wie z.B. beim Tauchen, können die Hautschichten quellen und ein Abfließen des Wassers behindern und somit eine Infektion mit Mikroorganismen begünstigen. Tauchen in chlorhaltigem Wasser fördert ebenfalls eine Infektion, da Chlor die Zellen im Gehörgang schädigen kann. Eine Otitis externa äußert sich in Juckreiz und Schmerz, der sich meist durch Druck auf die Ohrmuschel oder Ziehen am Ohrläppchen verschlimmert. Zusätzlich kann auch übelriechendes Sekret aus dem Ohr treten.

Behandlung:
Bei Entzündungen des Gehörgangs kommen schmerzstillende und abschwellend wirkende, ev. antibiotikahaltige Ohrentropfen zur Anwendung. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt beraten!

Wichtige Hinweise:

  • Ohrentropfen sollten nur angewandt werden, wenn sichergestellt ist, das das Trommelfell unversehrt ist!
  • Bei starken Schmerzen, Fieber oder klebrigen, grünlich verfärbten oder blutigen Ohrsekret muss ein Arzt aufgesucht werden!
  • Bei kleinen Kindern können die Beschwerden auch von Fremdkörpern verursacht werden, die in das Ohr gesteckt wurden. Hier ist ebenfalls ärztliche Hilfe erforderlich!