Medikamentöse Maßnahmen
Empfindlichen Personen ab 2 Jahren können zusätzlich zu den vorbeugenden Maßnahmen Medikamente helfen. Gebräuchlich sind die Antihistaminika Dimenhydrinat und Diphenhydramin, die dämpfend auf das Brechzentrum im Gehirn und das Gleichgewichtsorgan wirken. Diese machen allerdings müde und können das Reaktionsvermögen beeinträchtigen (s. Hinweise). In Form von Tabletten oder Dragees müssen sie min. eine halbe Stunde vor der Reise eingenommen werden. Reisekaugummis sollen schneller wirken, müssen jedoch bereits bei den ersten Anzeichen von Unwohlsein in ausreichender Dosierung gekaut werden. Ist es jedoch bereits zum Erbrechen gekommen, so sind nur noch Zäpfchen wirksam.
Präparate aus dem Ingwerwurzelstock wurden schon im Altertum gegen die Seekrankheit benutzt, wobei die Untersuchungen zur Wirksamkeit im Gegensatz zu den Antihistaminika noch unzureichend sind. Sie machen aber nicht müde und haben weniger Nebenwirkungen. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt beraten!
Wichtige Hinweise:
Lassen Sie sich von Ihrem Arzt oder Apotheker bei der Auswahl und Anwendung des Medikaments beraten und beachten Sie die Gebrauchsinformation!
Nicht während Schwangerschaft und Stillzeit anwenden!
Ohne ärztlichen Rat nicht länger als einige Tage anwenden!
Antihistaminika machen schläfrig und können die Reaktions- und Konzentrationsfähigkeit herabsetzten. Dadurch kann die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt werden.
Während der Behandlung sollte auf Alkohol verzichtet werden, da die Wirkung in nicht vorhersehbarer Weise verändert oder verstärkt werden kann.
