Wie kann man sich selbst schützen? Auch wenn es banal klingen mag: Der einzig sichere und zuverlässige Schutz ist das Verhindern von Tierbissen und von Kontakten mit Speichel von tollwutkranken Tieren. Zum Speichelkontakt kommt es auch, wenn die so "zahmen" und zutraulichen Tiere die Haut des Menschen belecken. Katzen lecken bekanntlich ihr Fell sauber, so kann sogar beim Streicheln die Virusübertragung über kleine Hauteinriss erfolgen. Bei intakter Haut besteht keine Infektionsgefahr.
Dass Hunde und Füchse Tollwutüberträger sind, ist sicher allgemein bekannt. In Südamerika und Asien verursachen streunende Hunde etwa 90% aller Tollwutfälle. Wenige wissen jedoch, dass auch unter den Haustieren Rinder, Schafe, Pferde und sogar Geflügel wie Tauben Tollwut übertragen können, wenn sie selbst erkrankt sind. Dass Hunde und Katzen die größte Rolle als Überträger spielen, liegt daran, dass diese Haustiere am ehesten zum Beißen neigen. Im der freien Wildbahn, auch im Urlaubsparadies, sind es auch nicht nur Füchse, sondern auch Marder, Dachse und sogar Rehe. Vorsicht also auch vor auffällig zahmen Rehen in freier Natur! In Kuba und Südafrika sind vor allem Mungos befallen. Im Prinzip können alle Warmblüter als Tollwut- überträger in Frage kommen.
Übertragen wird das Tollwutvirus stets nur von Tieren, die auch daran erkrankt sind. Nur blutleckende Fledermäuse (Vampire) können Tollwutviren übertragen, ohne offenbar selbst daran zu erkranken und zu sterben.
