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Was ist Tollwut?

Die Tollwut ist eine weltweit verbreitete Viruserkrankung, die von infizierten Tieren mit dem Speichel auch auf Menschen übertragen werden kann. Tollwut "isst" man nicht, auch das Einatmen der Erreger ist ungefährlich. Die Viren müssen durch die haut oder die Schleimhäute in den Organismus eindringen. Daher sind die Bisse von tollwütigen Tieren der wichtigste Übertragungsweg. Was aber oft nicht bekannt ist: Auch ohne Bissverletzung kann durch geifernde Tiere beim Streicheln o.ä. der Erreger durch kleine Hautverletzungen in den Körper eindringen.

Sind die Viren in den Organismus gelangt, gelangen sie auch in das zentrale Nervensystem. Dort - wie auch in den Speicheldrüsen - vermehren sie sich weiter und befallen. Die Nervenzellen werden irreparabel geschädigt. Dadurch kommt es zu Krampfzuständen (z.B. zu typischen Schluckkrämpfen), zu starker Unruhe, Schlaflosigkeit, Angstzuständen ("rasende Wut") oder zu verschiedensten Lähmungen und völliger Abgestumpftheit ("stille Wut"). Wichtig zu wissen ist jedoch, dass das Anfangsstadium dieser Virusinfektion völlig harmlos mit Kopfschmerzen, leichtem Fieber und eventuell Wundschmerz an der Bissstelle beginnt, in der Regel vier Tage nach der Infektion. Die eigentliche Tollwut bricht erst viel später aus. Das sechs Monate dauern, in manchen Fällen aber schon nach acht Tagen eintreten. Im Mittel dauert der Zeitraum von der Infektion bis zu Ausbruch der eigentlichen Tollwutsymptome drei bis fünf Wochen. Auch dieses Wissen ist wichtig! Es ist nämlich durchaus keine Beweis dafür, dass keine Tollwut übertragen wurde, wenn ein oder zwei Wochen nach dem Biss zunächst keinerlei Symptome mehr bestehen!