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Wie kann man Kälteschäden verhindern?

Selbstverständlich steht an erster Stelle die zweckmäßige Kleidung, die Schutz vor Durchfeuchtung und Auskühlung bietet.
Weitgehend unbekannt ist, dass die wärmende Kopfbedeckung eine besondere Bedeutung hat, da bis zu 30% des Wärmeverlustes über die Kopfhaut erfolgt. Eine ausreichende energiereiche Kost ist ebenfalls vorbeugend wirksam, da so die Energielieferanten für zusätzliche Wärmeproduktion (Muskelzittern) zugeführt werden.
Körperliche Belastung kann Kälteschäden ebenfalls vermeiden. Ein besonderes Problem ist der Alkohol. Bekannt ist, dass ein "steifer" Grog das Kältegefühl schnell vertreibt. Das ist aber ein gefährlicher Trugschluss! Durch die Alkoholwirkung werden die Blutgefäße der Haut erweitert und besser durchblutet. Dadurch stellt sich subjektiv ein Wärmegefühl ein. Tatsächlich bewirkt der Alkohol aber über diese Gefäßerweiterung eine stark vermehrte Wärmeabgabe. Der Körper kühlt also zusätzlich aus. Die meisten Erfrierungen treten daher bei Alkoholisierten auf. Dabei genügen oftmals bereits relative niedrige Kältegrade.

Was kann man selbst tun?
Sind örtliche Unterkühlungen aufgetreten, dann sollten diese Körperteile großflächig milde erwärmt werden. Hitzeanwendung darf es jedoch nicht geben. Günstig ist es, wenn beispielsweise mit der Wärme der Hand die frostgeschädigte Hautstelle allmählich erwärmt wird. Es kann auch warmes (nochmals: handwarmes, nicht heißes) Wasser angewandt werden. Weiterer Wärmeverlust ist unbedingt zu vermeiden. Schonung ist ratsam. Sind - wie sehr oft - die Beine betroffen, sollte möglichst nicht weiter gelaufen werden.