Wann sollte vor Ort ein Arzt konsultiert werden?
Wenn Zeichen einer deutlichen Unterzuckerung (Schweißausbrüche, Herzjagen) auftreten, ohne dass die Ursache klar ist (zu lange Nüchternphase, körperliche Überanstrengung), muss der Blutzuckerspiegel kontrolliert werden und eine Therapieanpassung erfolgen.
Auch bei Verletzungen und Entzündungen ist ärztlicher Rat erforderlich, da bekanntlich bei Zuckerkranken das Infektionsrisiko erhöht ist. Besondere Vorsicht ist bei Fußverletzungen geboten.
Tritt Fieber auf oder ist Bettlägerigkeit nötig, muss eventuell die Insulindosierung adaptiert werden.
Generell sollten Zuckerkranke rascher als Stoffwechselgesunde ärztliche Konsultationen in Anspruch nehmen, wenn es im Befinden zu Auffälligkeiten kommt.
Wann sollte vor Reisebeginn ein Arzt konsultiert werden?
Generell sollte bei Fernreisen oder Touren mit besonderen Risiken mit dem betreuenden Arzt über die Reiseabsichten gesprochen und das Therapiekonzept gemeinsam festgelegt werden. Bei Patienten mit bereits bestehende Komplikationen (Nierenschäden, Durchblutungsstörungen, diabetisches Fußsyndrom u.ä.) ist die ärztliche Reiseberatung unerlässlich. Auch diabetische Dialysepatienten müssen nicht auf Urlaubsreisen verzichten. Es gibt bereits die Möglichkeiten, auch an Urlaubsorten die künstliche Niere nutzen zu können. Hierfür sind jedoch Vorabklärungen unbedingt notwendig.
Beachten Sie auch: Der häufig gemeinsam mit dem Diabetes auftretende Bluthochdruck kann sich einerseits im Reisestress verstärken, bei der Ruhe eines Badeurlaubs dagegen sogar bessern. Auch hier sollten ärztliche Konsultationen zum richtigen Verhalten raten.
Tipp:
Notfalls kann eine telefonische Kontaktaufnahme aus dem Urlaubsort zweckmäßig sein, nehmen Sie daher die Telefonnummer Ihres Arztes mit (aber bedenken Sie bei einem Rückruf die lokale Zeitverschiebung!).
