{Bild1 right 0 }Schutz vor Infektionen
Vor einer Fernreise mit Kindern sollte unbedingt mit einem Arzt besprochen werden, welche Schutzmaßnahmen sinnvoll sind. Nicht jede mögliche Impfung kann im konkreten Falle beim jeweiligen Reiseziel sinnvoll sein. Auch Impfungen bergen gewisse Risiken, und die sollten nicht höher als das Erkrankungsrisiko sein.
Vor jeder Fernreise muss der Impfausweis des Kindes kontrolliert werden. Die von der Staatlichen Impfkommission empfohlenen Standardimpfungen, die im jeweils aktuellen Impfkalender enthalten sind, müssen durchgeführt worden sein.
Dazu zählen die Schutzimpfungen gegen:
- Diphtherie,
- Wundstarrkrampf,
- Keuchhusten,
- Kinderlähmung,
- Masern,
- Mumps,
- Röteln und
- Haemophilus influenzae B (HiB).
Diese "Routineimpfungen" - es sind staatliche empfohlene Impfungen, aber keine gesetzlich vorgeschriebenen Pflichtimpfungen! - sollten je nach Reiseland und konkreter Situation durch individuell empfohlene Reiseimpfungen ergänzt werden.
Zu beachten ist allerdings, dass es für Reiseimpfungen auch Altersbeschränkungen gibt. Für die Standardimpfungen sind die Impfzeitpunkte im Impfkalender geregelt. Informieren Sie sich bei der STIKO über die jeweils aktuellen Impfempfehlungen.
Die Malariagefährdung ist bei Kindern besonders zu beachten. Die sogenannte Malaria tropica kann für sie häufig einen sehr bösartigen Verlauf nehmen. Die Vorbeugemedikation (Chemoprophylaxe) und das Verhindern von Mückenstichen (Expositionsprophylaxe) in Hochrisikogebieten sind daher für Kinder sehr wichtig.
Kinder fiebern zwar leichter als Erwachsene, aber bei unklarem Fieber in tropischen Reiseländern muss sofort ein Arzt aufgesucht werden. Die Selbstbehandlung mit fiebersenkenden Mitteln ist riskant und sollte unterbleiben, um die Diagnostik nicht zu erschweren. Ist die Arztkonsultation nicht sofort möglich (Trekking-Reisen), dann sollte das Fieber eventuell mit Ibuprofen-Saft oder Paracetamol-Zäpfchen (Nachfragen in der Apotheke vor Abreise) kurzzeitig gesenkt werden.
Generell muss jedoch aus medizinischer Sicht eingeschätzt werden, dass strapaziöse Camping-, Abenteuer- oder Trekking-Urlaube mit schwierigen hygienischen Bedingungen für kleine Kinder nicht zu empfehlen sind!
