Risikoreiche Fremd-Körper Gefahr:Sexuell übertragbare Krankheiten
Man spricht kaum darüber, allenfalls bieten angebliche oder tatsächliche touristische Sex-Abenteuer den Gesprächsstoff an Stammtischen und anderen Männerrunden. Dieses augenzwinkernde Protzen mit Intimkontakten lässt leicht vergessen, dass Sextourismus und leichtfertige Abenteuer keinesfalls nur angenehme Erinnerungen wachrufen können.
Ohne rassistische Vorbehalte oder überhebliches europäisches Nasenrümpfen muss eindeutig festgestellt werden, dass die Häufigkeit sexuell übertragbarer Krankheiten in vielen Urlaubsländern bedeutend höher als in Deutschland ist. So sind in manchen tropischen Urlaubsländern z.B. 10 - 20 % der Bevölkerung chronisch infizierte Träger des Hepatitis B-Virus.
In Südostasien liegen die Zahlen sogar noch höher. Flüchtige sexuelle Kontakte mit Einwohnern vor Ort sind daher mit einem besonders hohen Infektionsrisiko behaftet. Es ist aber nicht nur der vielzitierte "Eine-Nacht-Beischlaf", der das große Gefahrenpotenzial birgt. Bei der sehr hohen Ansteckungsfähigkeit des Hepatitis B-Virus beispielsweise genügt schon ein enger Körperkontakt, bei dem die Erreger mit dem Speichel des Infizierten durch kleinste Haut- und/oder Schleimhautläsionen der Kontaktperson eindringen können.
Übrigens:
Auch bei jeder medizinischen Notfallversorgung oder zahnärztlichen Behandlung ist die Infektionsgefährdung als überdurchschnittlich einzustufen. Mit der entsprechenden Impfung (siehe Hepatitis B) kann zumindest die Gefahr einer Hepatitis-Infektion beseitigt werden. Diese Virusinfektion ist jedoch nur eine der Sex-Gefahren.
Gegen andere auch oder ausschließlich sexuell übertragbare Krankheiten gibt es hingegen keinen so wirksamen und anhaltenden Impfschutz. Das betrifft vor allem AIDS (HIV), die Syphilis, den Tripper (Gonorrhoe), die Bläschenkrankheit Herpes genitalis oder die Entzündung der Genitalorgane als Folge einer Infektion mit bestimmten Erregern, den Chlamydien sowie Mykoplasmen.
