Wie kann man sich schützen?
Natürlich spielt es im Grunde genommen keine Rolle, ob man sich im Urlaub oder zu Hause bei einem Sexualpartner infiziert. Der unterschied besteht eben vor allem darin, dass im Urlaub das Risiko zumeist größer ist und manche Hemmschwelle wegfällt.
Die vorbeugenden Maßnahmen gegen diese Infektionen sind aber überall die Gleichen. Man kann entweder ganz auf Sexualkontakte verzichten oder den Intimverkehr auf einen zuverlässigen, nichtinfizierten Partner beschränken. Im Zweifelsfall vermindern Kondome bei flüchtigen Bekanntschaften und wechselnden Sexualpartnern das Infektionsrisiko.
Es ist empfehlenswert, Kondome auf der Reise mitzuführen, da diese in vielen Ländern der 3. Welt gar nicht oder nur schwer erhältlich sind und durch hohe Temperaturen oder UV-Bestrahlung unsicher sein können.
Unabhängig davon muss nicht nur auf die ständig zunehmende Durchseuchung der Prostituierten in den für den "Sextourismus" bekannten Gebieten hingewiesen werden, sondern auch auf den steigenden HIV-Durchseuchungsgrad in der erwachsenen Normalbevölkerung, der in vielen beliebten Touristengebieten bereits im zweistelligen Prozentbereich (z. B. in Kenia bei 12 %) liegt. Immerhin wird der Anteil der Reisenden mit flüchtigen sexuellen Kontakten auf ca. 5 % geschätzt.
