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Was kann man vorbeugend tun?
Die Darstellung dieser Fakten soll keineswegs Ängste vor dem Fliegen oder vor langen Reisen schüren. Wichtig ist jedoch, dass man diesen Komplikationen selbst gut vorbeugen und das Risiko deutlich vermindern kann. Dazu dienen:
- Bei längeren Reisen, auch in engen Flugzeugsitzen, sollten Sie möglichst oft die Beinmuskulatur bewegen, indem Sie die Fußspitzen anheben und senken, oder mit den Beinen wippen. Achten Sie darauf, dass Sie die Oberschenkel nicht übereinander schlagen und - wenn möglich - gelegentlich aufstehen und ein paar Schritte gehen.
- Bei bekannter Venenschwäche oder Krampfadern sollten während des Fluges oder der Autofahrt Thrombosestrümpfe, d.h. Kompressionsstrümpfe, getragen werden. Das fördert den Blutrückstrom. Sie müssen aber gut (d.h.: eng) sitzen und sollten medizinisch geprüft sein.
- Enge Gürtel oder einschnürende Wäsche sind zu vermeiden.
- Die ausreichende Trinkmenge sollte mit mindestens 100 ml eines alkoholfreien Getränkes pro Stunde gesichert werden.
- Bei erhöhtem Thromboserisiko (bekannte Venenprobleme, frühere Thrombose, überstandener Herzinfarkt) kann eventuell die Blutgerinnungsneigung mit Medikamenten vermindert werden. Deren Einsatz und die Dosierung muss jedoch der Arzt entscheiden (möglichst bereits einige Tage vor Reisebeginn). Eventuell genügt auch eine Spritze mit dem Gerinnungshemmer Heparin unmittelbar vor Reisebeginn.
- Schwangere und Frauen mit einer Östrogenbehandlung sollten vor Reiseantritt ihren Arzt befragen, wie sie sich zu verhalten haben.
- Gegen die durch die Gewebeschwellung (Odeme) versursachten Beschwerden können auch venentonisierende Präparate, z.B. Extrakte aus der Rosskastanie, hilfreich sein. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
