| Allgemein | Kälteschäden verhindern? | Tipp | Was kann man selbst tun? | Was passiert bei Kälteeinwirkung? |Wie entstehen Kälteschäden? | Ärztliche Hilfe |


Wie entstehen Kälteschäden?

Die reguläre Körpertemperatur wird vom Organismus auf 37 Grad einreguliert. Bei allen Stoffwechselvorgängen und beim Energieverbrauch durch Bewegung entsteht Wärme. Würde sie nicht an die Umgebung abgegeben, stiege die Körpertemperatur immer weitere an. Eine lebensvernichtende Überwärmung wäre die Folge. Um das zu verhindern, gibt es ein kompliziertes Regelsystem im Organismus. Je nach Durchblutungsstärke der Haut und je nach Schweißproduktion wird Körperwärme abgegeben und so der Normwert im Körperinneren (nicht immer auf der Hautoberfläche) erstaunlich konstant gehalten. Bei Fieber erhöht der Organismus gleichsam die Thermostat-Einstellung, da höhere Temperaturen den Stoffwechsel aktivieren und dadurch auch die Abwehrmechanismen angeregt werden.

Ist die Umgebungstemperatur deutlich niedriger als die Körpertemperatur von 37 Grad, so wird Wärme abgegeben. Wenn die Körpertemperatur unter 25 Grad abfällt, dann kommt es zu Bewusstseinstrübung, zu Herzrhythmusstörungen, Gewebsuntergängen und schließlich zum Kältetod. Um das zu verhindern, reagiert der Körper sehr rasch auf Wärmeverluste. Spezielle Nervenzellen der Haut, des Rückenmarkes und des Gehirn werten die Temperaturen im Körperinneren aus und steuern die Wärmeproduktion. Das äußert sich beispielsweise bei Unterkühlung in einem heftigen Zittern, um mehr Wärme in der Muskulatur zu erzeugen oder in einer Verminderung der Hautdurchblutung, um die Wärmeabgabe zu drosseln. Im anderen Falle der erhöhten Wärmeproduktion wird die Überschusswärme durch Schwitzen und durch weite Blutgefäße der Haut erhöht.
Das betrifft jedoch die sogenannte Körperkern-Temperatur im Inneren. An der Körperoberfläche kann die Temperatur durchaus niedrigere Werte aufweisen.