Wann sollte der Arzt konsultiert werden?
Nicht jeder Zeckenbefall ist ein Anlass für einen Arztbesuch. Tritt jedoch nach einem Zeckenbiss Fieber und starker Juckreiz an der Bissstelle auf, ist die ärztliche Beratung dringend zu empfehlen.
Wird ein Wanderurlaub in die genannten Gebiete mit hoher Zeckendichte geplant und soll die Reisezeit der späte Frühling sein, dann ist eine Schutzimpfung der beste Weg der Vorbeugung. Die FSME-Impfung wird neben dem Schutz für Forstarbeiter und ähnliche Berufe auch als Reiseimpfung angeboten. Zunächst sind zwei Impfungen im Abstand von vier Wochen erforderlich, die nach 9 bis 12 Monaten aufgefrischt werden sollten. Die Schutzwirkung hält dann mindestens 5 Jahre an. Bei kurzentschlossenen Reisenden kann die Schnell-Impfung im Abstand von sieben Tagen erfolgen, sie sollte aber 3 Wochen vor Reisebeginn abgeschlossen sein, denn nur dann kann ein ausreichender Schutz in 90% der Fälle erreicht werden. Um es mit Nachdruck zu sagen: Die FSME zählt (noch) nicht zu den sehr häufigen Erkrankungen bei Reisenden. Für Deutschland rechnet man mit 150 bis 200 Erkrankungen pro Jahr. In manchen Ländern (wie Slowenien) beträgt die Häufigkeit - bezogen auf eine gleiche Bevölkerungszahl - jedoch fast das Hundertfache (23,6 statt 0,27 je 100 000) ! Das heißt: Auch bei uns kann die FSME zunehmen. Der richtige Schutz ist daher wichtig. Und schützen kann nur die Impfung, denn es gibt keine ursächliche Behandlungsmöglichkeit beim Ausbruch der Krankheit.
Hinweis: In Deutschland gibt es noch keinen Impfstoff für den Einsatz bei Kindern unter 13 Jahre, der aber in allernächster Zeit verfügbar sein soll.
