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Wie kann man sich schützen?

Ein Rat wäre einfach: Zeckenbisse vermeiden! Doch das lässt sich in der Praxis nicht so leicht umsetzen. Zwar besteht auf Großstadtstraßen kaum das Risiko, von Zecken befallen zu werden. Auch kann man sagen, dass nicht alle Zecken in allen Naturregionen Wirte für die FSME-Viren sind. Aber offenbar breiten sich die Befallsgebiete aus. Heute sind in Deutschland vor allem die Waldregionen von Bayern und Baden-Württemberg die wichtigsten Infektionsgebiete. Die vielbesungene Donau mit ihren Nebenflüssen und waldreichen Niederungen in Bayern, Tschechien, der Slowakei, Österreich, Slowenien und Ungarn gelten ebenfalls als Zeckenparadiese mit hohem Infektionsrisiko. Aber auch in Südschweden und Osteuropa kann man sich diese unwillkommenen Mitreisenden einfangen.

Niemand wird ernsthaft erwägen, Waldspaziergänge in diesen beliebten Urlaubsregionen zu untersagen. Dennoch gilt, dass der beste Schutz vor dieser Erkrankung ist, Zeckenbisse zu vermeiden. Das kann man erreichen, indem:

  • Waldspaziergänge nicht in kurzen Hosen und mit unbedeckten Armen erfolgen (durch Kleidung beisst sich keine Zecke durch); Kopfbedeckung tragen.
  • möglichst nicht von den Wanderwegen abgewichen wird (Gefahr lauert vor allem in Gebüschen)
  • nach einem Aufenthalt im Freien, insbesondere in Wäldern, die Haut gründlich nach Zecken absuchen (meist zunächst als kleine schwarz-braune Punkte erkennbar, später als "vollgesogene" kleine pralle Bläschen)

Wird eine Zecke entdeckt, sollte sie sofort und schonend entfernt werden. Manche der Tipps, die hierfür gegeben werden, sollten Sie sofort vergessen. Zecken mit Alkohol oder Öl zu betupfen, ist gefährlich. Dabei können die Quälgeister noch mehr virushaltigen Speicher absondern. Auch alle empfohlenen Drehtechniken führen oft zum Abreißen des Zeckenkopfes, der dann in der Haut unschöne Rest hinterlässt. Am besten sind die speziell entwickelten, in Apotheken erhältlichen Zeckenzangen. Für Naturliebhaber lohnt sich diese Anschaffung zweifellos.