Wie kann man sich schützen?
Die einzige Möglichkeit des Schutzes ist die Expositionsprophylaxe, das Verhindern der Mückenstiche in den Risikogebieten. Wie auch beim Schutz vor Malaria ist daher ratsam:
- Beim Aufenthalt im Freien möglichst Kleidung mit langen Ärmeln tragen. Helle Kleidung ist günstiger, da dunkle Farben offenbar Mücken anziehen können.
- Unbedeckte Hautstellen sollten durch ein insektenabwehrendes Mittel (lassen Sie sich von Ihrem Apotheker beraten) geschützt werden. Bei Kleinkindern ist dabei jedoch sehr exakt die Anwendungsempfehlung der Hersteller zu beachten. Zu beachten ist, dass dieser Schutz nur 2-3 Stunden anhält.
- In klimatisierten Schlafräumen ist die Gefahr von Mücken-invasionen geringer. Gibt es keine Klimaanlagen, sollten die Fenster möglichst geschlossen oder durch Mückenschutz geschützt sein.
- Die sicherste Empfehlung gegen nächtliche Mückenstiche (nicht nur vor den dämmerungsaktiven Anopheles) sind Moskitonetze, die aber intakt sein müssen. Vor dem Schlafen sollte man sich überzeugen, dass keine Mücken innerhalb des Netzes sind.
- Die Moskitonetze können durch zusätzliche Insektenvernichtungsmittel wie Permethrin oder Deltamethrin imprägniert werden.
- Auch in den Räumen können zugelassene Insektenvernichtungsmittel versprüht oder als Räucherspiralen verbrannt werden, wenn sie von den Schlafgästen gut vertragen werden. Diese Mittel sind jedoch nur als zusätzliche Maßnahmen anzusehen.
- Spezielle Lampen als "Insektenfallen" oder akustische Signale zur Mückenabwehr haben keinen zuverlässigen Effekt.
- Die Zufuhr hochdosierter Vitamin-B-Präparate hat in keiner Studie zu einer nachweisbaren Wirkung geführt.
