6. Schlangenbisse
Vor allem im Pazifik-Raum und im Indischen Ozean sind Bisse durch giftige Wasserschlangen nicht auszuschließen. Sie können mit ihrem Gift das Nervensystem und die Muskulatur lähmen und dadurch eine lebensgefährliche Bedrohung werden.
Was kann man selbst tun?
Nichts!
Alle Empfehlungen wie das "Ausschneiden" der Biss-Stellen oder das heroische Ausbrennen mit einer brennenden Zigarette kann den Gifttransport nur beschleunigen. Das Abbinden der entsprechenden Extremität wird meist zu oberflächlich durchgeführt, sodass der Effekt fragwürdig ist. Bei Bissen am Rumpf oder Kopf ist das ohnehin nicht möglich.
Wichtig ist: ruhigstellen, also die Extremität möglichst nicht bewegen, den Gebissenen hinlegen und ärztliche Hilfe (bzw. Rettungsschwimmer, Sanitäter) anfordern oder den Betroffenen schonend (liegend) zu transportieren.
Wann muss der Arzt konsultiert werden?
Grundsätzlich sollte bei jedem Schlangenbiss ein Sachkundiger zu Rate gezogen werden. Bei vielen Schlangenarten ist in den Risikogebieten ein Antiserum verfügbar, was die Giftwirkung aufhebt. Ansonsten wird der Arzt die Bissregion chirurgisch versorgen und die Schmerzstillung einleiten. Bei leichten Fällen oder bei Bissen ungiftiger Schlangen kann die Desinfektion der Bissregion genügen.
Tipp:
Wie schon oben gesagt: Die Schlange sollte möglicht genau beschrieben werden, um das richtige Gegengift (Antiserum) wählen zu können.
