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Wann ist ärztliche Konsultation ratsam?

Da die Symptome einer Hepatitis (abgesehen von der Gelbsucht bei einigen der Kranken) sehr uncharakteristisch sind, sollte bei längerer Dauer der eingangs genannten allgemeinen Beschwerden (und vor allem beim Auftreten von Blutungen oder Fieber) unbedingt eine Klärung der Ursachen durch einen Arzt erfolgen. Das ist in der Regel mit hoher Sicherheit durch eine Blutuntersuchung möglich (Antikörperbestimmung).

In besonderem Maße gilt diese Empfehlung für Reisende, die aus südlichen und östlichen Reiseländern zurückgekehrt sind. Kurzzeit-Reisende sind zumeist weniger gefährdet als jene, die sich längere Zeit oder sehr häufig in jenen Ländern und außerhalb von Touristenregionen aufhalten. Besonders gefährdet sind auch in dieser Hinsicht die leichtfertigen Sex-Touristen. In manchen südostasiatischen Ländern sind bis zu 20% der Bevölkerung Träger von Hepatitis B-Viren, so dass die Ansteckungsgefahr bei engen Kontakten und insbesondere bei Intimitäten dort besonders hoch ist.

Die ärztliche Beratung ist deshalb so immens wichtig, weil die Hepatitis B - anders als die Hepatitis A - bei etwa 5-10% der Erkrankten in einen chronischen Verlauf übergehen kann. Dabei werden die Leberzellen fortschreitend zerstört. Es kann zu einem Umbau der Leber mit funktionslosem Bindegewebe, einer Leberzirrhose, kommen. Damit erlischt die lebenswichtige Funktion der Leber mehr und mehr. Das ist eine gefürchtete Komplikation, die durch eine konsequente ärztliche Behandlung unbedingt verhindert werden sollte. Noch besser ist natürlich die Vorbeugung vor dem Ausbruch einer Hepatitis B.