Wie behandelt man eine Hepatitis B?
Für die akute Phase gilt das Gleiche, was auch für die Hepatitis A empfohlen wird. Eine spezielle Therapie gibt es nicht. Wenn die Krankheit chronisch wird, d.h. nach einem halben Jahr noch immer die geschilderten Beschwerden bestehen und eventuell sogar zunehmen, dann muss unbedingt eine ärztliche Behandlung erfolgen. Chronische Leberentzündungen sind sehr ernst zu nehmen. Über die zweckmäßigste Therapie wird der behandelnde Arzt entscheiden.
Die früher empfohlene "Leberschonkost" bzw. "Leberdiät" ist sinnlos.
Man kann als Hepatitis-Patient alles essen, wenn es nicht im Übermaß erfolgt. Kohlenhydratreiche Nahrung wird allerdings am besten vertragen. Zu fettreich sollte die Kost nicht sein. Wenn die Krankheit allerdings fortschreitet und chronisch wird, kann eine besondere Ernährung (wenig Fett und wenig Eiweiß) vom Arzt angeordnet werden. Vitamine sind für die Leber stets eine nützliche Unterstützung. Es kann auch sinnvoll sein, in Apotheken Extrakte aus Mariendistelfrüchten als Schutz der Leber vor den befürchteten Zellzerstörungen und bindegewebigen Umbauvorgängen zu kaufen.
Unbedingt verboten ist das Lebergift Alkohol!
Auch vor der unkontrollierten Einnahme von anderen (auch freiverkäuflichen) Arzneimitteln muss gewarnt werden, da die meisten den Leberstoffwechsel belasten. Hierbei sollten Sie unbedingt den Arzt oder Apotheker befragen. Da Leberkranke oft sehr unter Müdigkeit leiden, ist zu ausreichendem Schlaf und körperlicher Schonung zu raten.
Wichtiger Hinweis!
Es gibt noch weitere Hepatitis-Unterformen wie Hepatitis C (=Non-A-non-B-Hepatitis), die ebenfalls oft chronisch verläuft und früher oft mit Bluttransfusionen oder Blutprodukten übertragen wurde oder die Hepatitis E, die am ehesten der Hepatitis A ähnelt. Sie sind unter dem Reiseaspekt jedoch weniger wichtig.
