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Was kann man selbst tun?

Da eine Meningitis stets eine akute lebensbedrohliche Krankheit werden kann, darf niemals der Versuch einer Selbstbehandlung unternommen werden. In der Eigenverantwortung liegen Vorbeugungsmaßnahmen, die auch für Reisende bedeutsam sind.

Die wichtigste Möglichkeit des Vorbeugens ist die Schutzimpfung gegen die häufigsten bakteriellen Erreger. Vor der Einführung der HiB-Impfung waren unter den kindlichen Meningitispatienten dieser Erregerart bis zu 30% der Erkrankungen tödlich verlaufen. Dank der Impfungen ist die HiB-Meningitis eine Seltenheit geworden.
Meningokokken kommen zwar bei bis zu 25% der Menschen im Nasen-Rachenraum vor, ohne eine Meningitis auszulösen. Mitunter können sie aber höchst infektiös werden und zu einer sehr schweren eitrigen Meningitis und Blutvergiftung führen. Besonders gefährlich erscheint der "Meningokokken-Gürtel" Afrikas in den südlichen Saharaländern. Aber auch in anderen Regionen kann es zum Ausbruch von Meningokokkenepidemien kommen.
In Deutschland werden jährlich etwa 750 Meningokokkenerkrankungen gemeldet. In Deutschland stehen Impfstoffe gegen einige Meningokokkenarten zur Verfügung (z.B. Typ C). Neuerdings können diese konjugierten Impfstoffe auch bei Kindern unter zwei Jahren erfolgreich angewandt werden. Gegen die Meningokokken-Variante, die bei uns am häufigsten ale Erreger in betracht kommt (Typ B), gibt es jedoch keinen Impfschutz.
Gegen Pneumokokkeninfektionen wird bei uns zunehmend häufiger geimpft, wobei vor allem die Lungenentzündung bei Senioren bekämpft werden soll. Seit kurzer Zeit steht auch ein konjugierter (also "gemischter") Impfstoff aus verschiedenen Pneumokokkentypen zur Verfügung, der auch bei Kindern unter zwei Jahren eingesetzt werden kann und gerade bei dieser Altersgruppe gefürchtete Pneumokokkeninfektionen verhindern hilft.

Als weitere vorbeugende Maßnahme gilt, dass man bei Bekanntwerden von Meningitisendemien in den Reiseländern auf deren Besuch verzichten sollte. Entsprechende Informationen werden von den Reiseveranstaltern oder dem Robert-Koch-Institut in Berlin gegeben.

Für eine virusbedingte Meningitis (aseptische, nichteitrige Meningitis) kommen eine Vielzahl von Viren in Betracht. Sie können in den warmen Ländern auch durch den Stich von Moskitos übertragen werden. Daher gilt der Mückenschutz (s.a. Malaria) auch als Teil einer Meningitisprophylaxe.

Da Meningitiden ansteckend sind, muss der Kontakt mit Erkrankten unterbleiben.