Anpassungsprobleme bei Fernreisen - Prima Klima
Nicht nur die Zeitumstellung bedeutet bei Fernreisen eine mitunter erhebliche Belastung des Organismus. Unser Leben verläuft in zahllosen Biorhythmen. Dazu gehört auch der jährliche Wechsel der Jahreszeiten und des entsprechenden Klimas. Im Herbst/Winter stellt sich der Biorhythmus gleichsam auf Sparflamme um.
Die Aktivitäten werden gebremst, Energie gespart. Mit dem Frühjahr und der wachsenden Sonneneinstrahlung "erwacht" der Körper aus dem Quasi-Winterschlaf. Die Funktionen werden aktiviert, die Umstellung auf die aktive Phase beginnt (mit der bekannten Frühjahrsmüdigkeit als Anpassungsphänomen).
Wenn der auf Winterdunkelheit und Kälte biologisch eingestellte Organismus nun in sommerhafte Temperaturen südlicher Regionen verpflanzt wird, bedeutet das für ihn eine Umprogrammierung. Das kann bei vorgeschädigten Funktionsabläufen, also bei Krankheiten oder Leistungsschwäche, schon eine Belastung darstellen.
Wiederum: Es gilt keineswegs, mit falschen Drohgebärden die Flucht aus unserem nasskalten Klima zu vergällen und Ängste vor dem wohlig-warmen Süden zu schüren. Es geht nur darum zu erklären, warum - unabhängig von der Zeitverschiebung - oftmals Anpassungszeiten notwendig werden und warum manche Reisende in der ersten Urlaubstagen besonders anfällig erscheinen.
