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Was kann man selbst tun?

Sieht man einmal davon ab, dass jeder mit der Auswahl seines Reisezieles auch eine gewisse Möglichkeit hat, das zu erwartende Klima zu bestimmen, gibt es bekanntlich keine Möglichkeit, auf die Wetterlage Einfluss zu nehmen. Man muss es hinnehmen, wie es kommt. Und auch 14 Tage Regen auf einer Sonneninsel oder Schnee auf Orangenbäumen sind nie auszuschließen. Bei "normalen" regionalen Klimabedingungen kann jeder Reisende aber doch etwas dazu beitragen, für ein prima Klima zu sorgen und die Anpassungsmechanismen des Körpers nicht übermäßig zu strapazieren.

  • Da in warmen Ländern ungewohnte klimatische Bedingungen eben die körperliche Anpassungsfähigkeit erheblich beanspruchen können, ist es empfehlenswert, in den ersten Tagen nach Ankunft starke körperliche Anstrengungen zu vermeiden, insbesondere in der heißen Mittagszeit.
  • Feucht-heißes Klima und extreme Tag-Nacht-Temperaturunterschiede stellen vor allem für Herz-Kreislaufkranke eine hohe Belastung dar.
  • Durch unzweckmäßige, den Witterungsbedingungen vor Ort nicht angepasste Kleidung (Synthetik statt Baumwolle) kann das Schwitzen, das zur Wärmeabgabe unbedingt notwendig ist, erschwert werden. Deshalb muss die Bekleidung schweißaufsaugend (reine Baumwolle) und luftdurchlässig sein. Ist die Wärmeabgabe eingeschränkt, kann es zu einem lebensbedrohlichen Wärmestau kommen.
  • Auch die in warmen Ländern in guten Hotels häufig zu findenden Klimaanlagen sind nicht ganz unproblematisch. Durch den ständigen Wechsel von der angenehmen Kühle eines Zimmers in die Hitze außerhalb des Hotels und zurück, treten relativ häufig Erkältungskrankheiten auf. Aus diesem Grund sollte dafür gesorgt werden, dass die Klimaanlage nicht auf zu niedrige Temperaturen eingestellt wird.
  • Auch die Bedeutung einer hohen Flüssigkeitszufuhr (zwei Liter pro Tag mindestens) für den Wasser-, Salz- und Temperaturhaushalt (Schweißproduktion) darf in warmen Ländern nicht unterschätzt werden. Die Flüssigkeitsmenge sollte aber nicht (ausschließlich) durch alkoholhaltige Getränke erreicht werden, denn Alkohol stört die Wärmeproduktion und -abgabe zusätzlich.
  • Ohne hier den Klimafaktor Sonne komplett abzuhandeln: Die Ultraviolettstrahlen des Sonnenlichts können bekanntlich bis in tiefere Hautschichten eindringen und dort die Zellen schädigen, die für die ständige Erneuerung der Hautschichten sorgen. Im Frühling gewöhnt sich die Haut allmählich an den höheren UV-Anteil des Lichtes (Bräunung). Die Reise vom Winter in den Sommer kann - unabhängig vom Problem Sonnenbrand - für die Haut eine Belastung sein. Deshalb empfiehl es sich - trotz der sonstigen ärztlichen Warnung vor Sonnenbänken - vor Reisebeginn ein einem Sonnenstudio eine gewisse Grundbräunung zu erreichen.
  • Meist ist es ratsam, auf Reisen zur vorsorglichen Hautpflege feuchtigkeitsspendende Präparate anzuwenden, um die belastete und durch Sonne wie Wind austrocknende Haut zu regenerieren. Von stark parfümierten Zubereitungen ist abzuraten, da sie die Haut zusätzlich reizen können.
  • Umstritten ist, ob zusätzliche Vitamingaben, vor allem von Vitamin E und A, die Anpassung der Haut an die klimatischen Bedingungen erleichtern. Vitamin A bzw. das Betakarotin haben eine direkte Hautschutzwirkung. Vitamin E wirkt vor allem als sogenannter Radikalenfänger. Durch verschiedene Einflüsse (auch Sonnenlicht) entstehen nämlich in der Haut sehr reaktionsbereite chemische Gruppen - eben die freien Radikale - die Zellwände zerstören können. Vitamin E u.a. machen diese unschädlich. In dieser Zeit besonderen Bedarfs durch die vermehrten Hautstrapazen ist die zusätzliche Vitaminzufuhr aus der Apotheke vermutlich eine Hilfe.