Wenn die Mücke zum "Elefanten" wird: Malaria
Den Weg in die Schlagzeilen findet die Malaria nur dann, wenn sie Prominente (wie einst den FDP-Spitzenpolitiker Günther Rexrodt) betrifft. Dabei verdiente sie durchaus mehr öffentliche Aufmerksamkeit, denn die Malaria zählt auch heute noch zu den wichtigsten und gefährlichsten Tropeninfektionen. Experten schätzen, dass jährlich weltweit 270 bis 500 Millionen Menschen daran erkranken. Und trotz aller medizinischen Fortschritte rechnet man mit etwa 2 Millionen Malaria-Todesfällen. Damit ist diese Krankheit nicht nur eine der häufigsten, sondern auch eine der gefährlichsten Parasiteninfektionen überhaupt.
Auch wenn in unseren Regionen kaum die Gefahr einer Ansteckung besteht, so registriert man in Deutschland doch Jahr für Jahr 700 bis 1.000 neue Erkrankungen bei Patienten, die sich in den Tropen angesteckt haben (1997: 996 Fälle). Und ohne Angst verbreiten zu wollen: 15 bis 20 dieser Malariapatienten versterben auch bei uns trotz aller intensivmedizinischen Betreuung.
