| Allgemein | Tipps |Vorbeugung | Wann ist an eine Malaria zu denken? | Was kann man selbst tun? | Was kennzeichnet eine Malaria? | Ärztliche Hilfe |


Wann soll man vorbeugen?

Eine Chemoprophylaxe sollte vor dem Eintreffen in den Risikogebieten erfolgen, nicht etwa erst beim Auftreten erster Symptome. Je nach Medikament kann eine einmalige Gabe pro Woche ausreichend sein oder eine tägliche Applikation verordnet werden.
Das neue Medikament Malarone beispielsweise wird 2 Tage vor der Abreise erstmals und bis zu 7 Tagen nach dem Verlassen des Malariagebietes empfohlen.
Welche Maßnahmen am erfolgversprechendsten sind, hängt in hohem Maße vom konkreten Reisegebiet ab. Es gibt Hochrisikoregionen (z.B. im Amazonasgebiet) und auch tropische Länder oder Gebiete mit nur sehr geringem Risiko.
Die Malariaregionen werden auch nach der Empfindlichkeit der Erreger unterteilt - bereits daraus ergeben sich Konsequenzen für die Auswahl der Mittel zur Vorbeugung oder Behandlung im Erkrankungsfall.

Die WHO und die deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin und internationale Gesundheit e.V. informieren Sie immer aktuell über die medikamentösen Therapien zur Vorbeugung von Malaria.

Wie kann man vorbeugen?
Es gibt zwei prinzipielle Wege:

  • Verhindern der Mückenstiche (Expositionprophylaxe)
  • Verhindern der Erregervermehrung im Organismus (Chemoprophylaxe)

Über gezielte Impfungen wird derzeit intensiv geforscht. Noch ist dieser Vorbeugungsweg nicht möglich.

Die Gabe von Arzneimittel zur "vorbeugenden Behandlung" (Chemoprophylaxe) einer möglichen Malariaübertragung ist eine ärztliche Entscheidung. Sie ist die wohl wichtigste Maßnahme der reisemedizinischen Beratung. Von der WHO werden regelmäßig aktualisierte Übersichten herausgegeben, in welcher Region Malaria noch häufig auftritt, welche speziellen Erreger es hauptsächlich sind und welche Mittel gegen diese Erreger in der jeweiligen Region besonders wirksam sind. Eine "Gemeinheit" der Plasmodien ist es nämlich, dass sie resistent gegen manche Arzneimittel werden könnten. Versucht man mit einem derartigen Medikament der Malaria vorzubeugen, reicht der Schutz nicht aus, da das Mittel nicht mehr ausreichend wirkt.

Es wäre also falsch, sich ausschließlich auf früher einmal bei einer Tropenreise verordnete Medikamente zu orientieren oder sich auf die Empfehlung von Mitreisenden zu verlassen.

Die Malariaprophylaxe muss stets individuell vom Arzt festgelegt werden!
Hierbei sind Reiseziel, Reisedauer, Art der Reise, Jahreszeit, Vorerkrankungen, Unverträglichkeitsreaktionen, andere notwendige Medikamente, Alter u.a.m. zu berücksichtigen. Eine absolut sichere und nebenwirkungsfreie medikamentöse Malariaprophylaxe gibt es (noch) nicht!
Dem Arzt stehen spezielle Informationen für landesspezifische Vorbeugemaßnahmen zur Verfügung. Wichtig ist, diese Empfehlungen konsequent und lückenlos einzuhalten!

Achtung: Eine Malaria kann auch trotz der Chemoprophylaxe auftreten!

Bei Verdacht auf eine Malaria (Fieberanfälle in den Tropen) muss unbedingt ein Arzt konsultiert werden!