Wann ist an eine Malaria zu denken?
Eigentlich sollte bei jeder hochfieberhaften Erkrankung während oder nach einem Tropenaufenthalt zuerst eine Malaria befürchtet und durch gezielte ärztliche Untersuchung ausgeschlossen werden.
Hauptkennzeichen dieser Erkrankung ist das hohe, meist wechselnde Fieber mit starken Gelenkbeschwerden, Leberveränderungen und vielen anderen Folgeerscheinungen wie Blutgerinnseln in den verschiedenen Organen.
In der Regel treten die ersten Fieberschübe bereits nach 1 Woche oder 2 bis 4 Wochen nach der Infektion auf. Es gibt aber auch Fälle, wo eine Ersterkrankung erst 6-10 Monate nach der Infektion ausbrach, wo niemand mehr an die Ursache im längst vergangenen Tropenaufenthalt dachte.
Der Fieberverlauf unterscheidet sich bei den verschiedenen Malariaformen. Nach dem Fieber kommt es - wie bereits erwähnt - bei der Tertiana oder der Quartana zu fieberfreien Intervallen und am dritten oder vierten Tag erneut zu den Fieberschüben. Oder es lässt sich kein derartiger Rhythmus erkennen, wie es bei der besonders bedrohlichen Malaria tropica kennzeichnend ist. Nach 10 bis 15 derartigen Zyklen kann im günstigen Falle das Fieber versiegen, es sind aber auch bei einigen Malariaformen Rückfälle noch nach bis zu 12 Jahren bekannt.
