Was kennzeichnet eine Malaria?
Eigentlich werden vier verschiedene Krankheitsbilder unter diesem Oberbegriff zusammengefasst. Ausgelöst werden sie durch vier verschiedene Parasitenarten (Plasmodien), die alle über eine besondere Mückenart, die Anopheles-Mücke, in einem bestimmten Mensch-Mücke-Mensch-Zyklus übertragen werden:
- Malaria tertiana (Dreitage-Fieber); Erreger Plasmodium vivax.
Fieberschübe von 3-4 Stunden Dauer, nach 48 Stunden erneut auftretend. - Malaria quartana (Viertage-Fieber); Erreger Plasmodium malariae.
Fieberschübe von 4-5 Stunden Dauer, nach etwa 72 Stunden erneut auftretend. - Malaria tropica Erreger Plasmodium falciparum; wechselndes Fieber ohne so klaren Rhythmen, allerdings auch oft mit 48-Stunden-Intervallen.
- Und eine Malariatertiana-Variante durch Plasmodium ovale, die wie die Malaria tertiana verläuft.
Heimstatt der Malariaerreger ist der infizierte Mensch. In der menschlichen Leber entwickeln und vermehren sich die Plasmodien nach dem Stich einer infizierten Anopheles-Mücke. Danach gelangen sie in das Blut und befallen die roten Blutkörperchen, die sie bei ihrer Vermehrung auflösen (das führt zu den Malariasymptomen). Für die Weitervermehrung benötigen die Plasmodien einen Wirtswechsel. Durch den Stich einer (weiblichen!) Anophelesmücke gelangen sie in den Mückenorganismus. Dort beginnt ein neuer Vermehrungszyklus. Sticht die mit Plasmodien infizierte Mücke wieder einen Menschen, werden die Erreger übertragen und können eine Malariaerkrankung auslösen.
Ohne Anopheles-Mücken gibt es keine Malaria! Dieses Wissen hat Konsequenzen für die Verhütung der Erkrankung (Expositionsprophylaxe, d.h. Verhinderung der Infektion).
